Archiv Seite 2

Offenes Treffen am 15. März 2017: Gender und Militär

Das Militär ist nahezu weltweit ein extrem männlich dominierter Raum. Frauen* dürfen inzwischen auch in der deutschen Bundeswehr dienen, aber dies ändert nichts daran, dass das Militär ein Ort bleibt, an dem autoritäres und reaktionäres Denken (re)produziert wird. Männlichkeit und Kriegsführung wird häufig als »natürliche« Einheit betrachtet, während Frauen* als das friedliche Geschlecht gelten. Biologistische Betrachtungsweisen argumentieren mit einer angeblich größeren Aggressivität von Männern*. Frauen* werden demgegenüber als »schwach« und »schutzbedürftig« dargestellt. Feminist*innen haben die bipolaren Geschlechterrollen in Frage gestellt und deutlich gemacht, dass die Institution des Militärs eine wichtige Rolle bei der gesellschaftlichen Konstruktion von Männlichkeit spielt. In einem kurzen Input werden wir eine Einführung in die Analyse militärischen Denkens anhand von Gender geben und aufzeigen, inwiefern militärische Werte und Tätigkeiten als männlich* konnotiert betrachtet werden. Wir wollen bei unserem offenen Treffen im März über den Zusammenhang von Männlichkeit und Militär sowie Krieg und Patriarchat sprechen.

Offenes Treffen | Mittwoch | 15. März 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF

Bundeswehr auf Ausbildungstag des Berliner Verlags gestört

Am 10. und 11. Februar 2017 fanden am Alexanderplatz die „Ausbildungstage“ des Berliner Verlages statt, auf denen sich Schüler*innen und Eltern über verschiedene Berufe und Ausbildungen informieren konnten. Als einer von knapp 30 Ausstellenden präsentierte sich auch die Bundeswehr mit einem Infostand als Ausbildungsbetrieb. Doch die Bundeswehr konnte ihre Propaganda nicht ungestört verbreiten. Am 11. Februar ist die Agentur für Abrüstung gegen die Präsenz der Bundeswehr auf dem Messegelände aktiv geworden.

» Indymedia-Beitrag zur Aktion mit Fotos

Offenes Treffen am 15. Februar 2017: Vom Töten leben

In der baden-württembergischen Kleinstadt Oberndorf hat das Rüstungsunternehmen Heckler & Koch seinen Sitz. Der deutsche Waffenproduzent gehört zu den fünf größten Gewehr- und Pistolenproduzenten weltweit. In Oberndorf stellen 700 Beschäftigte das Kriegsgerät her. Das G3 zählt zu den weltweit am weitesten verbreiteten Gewehren. Schätzungsweise zehn Millionen Stück sind global im Umlauf und werden in Kriegen und bewaffneten Konflikten eingesetzt. Das Unternehmen beliefert unter anderem Diktaturen wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit Waffen von Heckler & Koch werden Massaker begangen, wie im Jahr 2014 in Mexiko, als 43 Studierende von Polizisten und Mitgliedern von Drogenkartellen entführt und ermordet wurden. Das Unternehmen profitiert von der Aufrüstung in der EU. Frankreich hat kürzlich 100 000 Sturmgewehre bei Heckler & Koch in Auftrag gegeben. Wolfgang Landgraeber hat den Dokumentarfilm »Vom Töten leben« über Heckler & Koch gedreht, der 2016 erschienen ist. Bei unserem offenen Treffen sprechen wir über Heckler & Koch und zeigen den Dokumentarfilm.

Offenes Treffen | Mittwoch | 15. Februar 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF

Videoclip: Antimilitaristischer Jahresrückblick 2016

2016 gab es bundesweit viele antimilitaristische Aktionen, unter anderem gegen die Präsenz der Bundeswehr auf Messen und an Hochschulen. Außerdem gab es Demonstrationen gegen die deutsche Kriegspolitik, wie zum Beispiel im Oktober in Berlin, bei der Tausende für den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen auf der Straße waren. Im April fand eine Demo gegen die »Königsbronner Gespräche« statt, die vom Reservistenverband und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik veranstaltet werden. Im Juni gab es ein Die-In bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung gegen die massive Präsenz der Bundeswehr und von Rüstungsunternehmen auf der Messe. Im Juli trafen sich Antimilitarist*innen beim War-Starts-Here Camp in der Nähe des Gefechtsübungszentrums in Sachsen-Anhalt. Mehrfach wurden Fahrzeuge der Bundeswehr und von Rüstungskonzernen abgefackelt. Im Dezember gab es in Stuttgart eine Demonstration gegen die Mandatsverlängerungen der Bundeswehr.

Das Video zeigt in chronologischer Reihenfolge antimilitaristische Aktionen, die im Jahr 2016 stattgefunden haben.

Antimilitaristische Kundgebung am 11. Januar 2017

Die „Bundesakademie für Sicherheitspolitik“ hat ihren Sitz im Schloss Niderschönhausen in Berlin-Pankow. Die 2004 dort hingezogene Akademie fungiert als „Think-Tank“, also Elitenschmiede und Stichwortgeberin der Bundeswehr. Zivile und militärische Mitarbeiter*innen feilen hier an der Bildung von Soldat*innen und der politischen Rechtfertigung von Kriegseinsätzen des deutschen Militärs. Mit dabei sind auch Bundestagspolitiker*innen der Grünen, SPD und sowie aus Presse, Wirtschaft und Universitäten, welche als „Beirat“ die BAKS fachlich und personell unterstützen. Gemeinsam wollen wir am 11.01. um 18 Uhr am S+U-Bahnhof Pankow auf diese militärische Kaderschmiede hinweisen. Ihre Propaganda für die skrupellose Durchsetzung deutscher wirtschaftlicher und geostrategischer Interessen in unserer Nachbarschaft lassen wir nicht unwidersprochen. Gemeinsam gegen Militarismus und Krieg!

11. Januar 2017 | 18 Uhr | S+U Pankow | Kundgebung gegen die Bundesakademie für Sicherheitspolitik

Weitere Infos

Offenes Treffen am 18. Januar 2017: Antimilitaristische Perspektiven

Innerhalb der Bewegung gegen Krieg und Militarisierung existieren unterschiedliche politische Positionen und Herangehensweisen. Ein antikapitalistischer Antimilitarismus stellt den Zusammenhang zwischen Kriegspolitik und kapitalistischer Produktionsweise her. Krieg und Militarismus sind verbunden mit der herrschenden Ordnung, da das Profit- und Konkurrenzprinzip zur gewaltsamen Expansion und Aneignung von Rohstoffen und Absatzmärkten führt. Der Kampf gegen den Krieg ist somit mit dem Widerstand gegen Staat und Kapital verbunden. Nicht alle Antimilitarist*innen begreifen sich zugleich als Pazifist*innen, denn Pazifismus beinhaltet vor allem die Gewaltfreiheit. Die Strömungen reichen vom bürgerlichen bis hin zum anarchistischen Pazifismus. Im Unterschied zum gewaltfreien Widerstand befürworten Teile der antimilitaristischen Bewegung auch den bewaffneten Kampf wie er beispielsweise von der kurdischen Befreiungsbewegung in Rojava geführt wird. Wir wollen uns beim offenen Treffen mit den verschiedenen Konzepten des Pazifismus und des Antimilitarismus beschäftigen und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutieren.

Offenes Treffen | Mittwoch | 18. Januar 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF

Offenes Treffen am 21. Dezember 2016: Antimilitaristischer Jahresrück- und Ausblick

2016 gab es in Berlin und bundesweit viele antimilitaristische Aktionen, unter anderem gegen die Präsenz der Bundeswehr auf Messen und an Hochschulen. Außerdem gab es Demonstrationen wie zum Beispiel im Oktober in Berlin, bei der Tausende für den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen auf der Straße waren. Die bundesweite Demo unter dem Motto »Fluchtursachen bekämpfen« in Nürnberg richtete sich gegen Kriege und Rüstungsexporte, die weltweit Menschen zur Flucht zwingen. Im April fand eine Demo gegen die »Königsbronner Gespräche« statt, die vom Reservistenverband und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik veranstaltet werden. Im Juni gab es ein Die-In bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung gegen die massive Präsenz der Bundeswehr und von Rüstungsunternehmen auf der Messe. Im Juli trafen sich Antimilitarist*innen beim War-Starts-Here Camp in der Nähe des Gefechtsübungszentrums in Sachsen-Anhalt. Bei unserem Treffen im Dezember wollen wir das vergangene Jahr aus antimilitaristischer Sicht Revue passieren lassen und gemeinsam über Aktionen im Jahr 2017 sprechen.

Offenes Treffen | Mittwoch | 21. Dezember 2016 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF

Bericht von Fahrraddemo gegen Kriegskonferenz

Am 28. November 2016 beteiligten sich etwa 50 Leute an einer antimilitaristischen Fahrraddemo gegen die so genannte Berlin Security Conference (BSC). Die Konferenz wird von der Zeitung „Behörden-Spiegel“ organisiert und stellt eine internationale Zusammenkunft von Vertreter*innen von Rüstungsunternehmen, der Nato und der Bundeswehr sowie Politiker*innen dar. Am 29. und 30. November 2016 findet die Konferenz im andel‘s Hotel in der Landsberger Allee 106 statt, die Auftaktveranstaltung war am 28. November in der Französischen Botschaft. Die Fahrraddemo führte an mehreren Orten vorbei, an denen Kriegsprofiteur*innen und Kriegstrateg*innen ihren Sitz haben.

» Vollständiger Bericht
» Fotos
» Videosclips
» Beiträge zu den verschiedenen Stationen
» Weiter Lesen

Krieg beginnt hier: Antimilitaristische und antikapitalistische Demo am 28.11.2016

Wir haben schon mal ein bisschen was vorbereitet für die Demo am 28. November. Kommt rum und beteiligt euch. Los geht’s am Montag um 17:30 Uhr vor dem Bundeswehr-Showroom Bahnhof Friedrichstraße.

Wir werden durch die Berliner Mitte radeln und unterschiedlichen Orten, die für Kriege und Militarisierung stehen, einen Besuch abstatten. Wir werden auch am Kriegsministerium in der Stauffenbergstraße vorbeikommen und dabei unseren Protest gegen die verstärkte Aufrüstung und die Kriegseinsätze der Bundeswehr zum Ausdruck bringen.

Bundeswehr raus aus Afghanistan und Syrien!
Kein Frieden mit dem Kaitalismus – Kriege stoppen – Bundeswehr abschaffen – Rüstungsindustrie einstampfen

Montag * 28.11.2016
Fahrraddemo * 17:30 Uhr * Bahnhof Friedrichstraße
Endkundgebung * 19h * Pariser Platz

» Aufruf und Route der Demo
» Weiter Lesen

Route der Antimilitaristischen Fahrraddemo am 28. November

Wir wollen am 28. November zusammen gegen Krieg und Militarisierung protestieren und die Kriegsprofiteur*innen benennen und markieren. Wir werden etwa 6 Kilometer durch die Innenstadt radeln – unter anderem vorbei am Kriegsministerium in der Stauffenbergstraße und der Vertretung der Europäischen Kommission. Los geht es beim Bundeswehr Showroom in der Georgenstraße 24 am Bahnhof Friedrichstraße um 17:30 Uhr.

Hier die komplette Route der Fahrraddemo: Georgenstraße, Friedrichstraße, Unter den Linden, Charlottenstraße, Französische Straße, Friedrichstraße, Möhrenstraße, Voßstraße, Ebertstraße, Potsdamer Straße, Reichpietschufer, Stauffenbergstraße, Tiergartenstraße, Bellevuestraße, Ebertstraße, Dortheenstraße, Wilhelmstraße, Pariser Platz.

Auf dem Pariser Platz wird es vor der Französischen Botschaft etwa 19 Uhr die Abschlusskundgebung geben. Hier soll es den Auftakt der Kriegskonferenz BSC geben.