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Offenes Treffen am 20. März 2019: Rheinmetall zu Altmetall

Am 28. Mai 2019 treffen sich im Berliner Hotel Maritim Anleger*innen zur alljährlichen Aktionär*innenversammlung des Rüstungskonzerns Rheinmetall – hinter Airbus der zweitgrößte deutsche Kriegsproduzent. Schräg gegenüber des Kriegsministeriums wird auch dieses Jahr wieder Bilanz gezogen über steigende Umsätze im Kriegsgeschäft. Im Geschäft mit dem Krieg rollen die von Rheinmetall produzierten Panzer an vorderster Front mit – wie etwa unter türkischer Flagge gegen die kurdischen Gebiete in Syrien. Doch das kriegerische Engagement Rheinmetalls bleibt nicht unwidersprochen. Gegen die Aktionär*innenversammlung gab es 2018 – wie jedes Jahr – Demos und Aktionen. Wir solidarisieren uns mit den Genoss*innen, die am 18. März wegen eines Strafbefehls in Höhe von zusammen 15 000 Euro wegen Aktivitäten gegen die Konferenz letztes Jahr vor Gericht stehen. Auch diesen Sommer wird wie 2018 am Rheinmetall-Standort Unterlüß ein mehrtägiges Diskussions- und Aktions-Camp unter dem Motto »Rheinmetall entwaffnen!« stattfinden. Auch wir werden dieses Jahr gegen die Aktionär*innenversammlung aktiv werden. Dazu wollen wir diesmal darüber diskutieren, was wir Rheinmetall und der deutschen Kriegspolitik entgegensetzen können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 20. März 2019 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Crossmedia – Kein Werben fürs Töten und Sterben!

Quelle Indymedia: Am 6. Januar wurde das Kreuzberger Büro der Werbeagentur Crossmedia als Ort markiert, an dem Krieg beginnt. Mit Plakaten, einer Wandzeitung und Stencils wurde darauf hingewiesen, dass unter anderem an diesem Ort der Werbefeldzug der Bundeswehr geplant wird.
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Offenes Treffen am 20. Februar 2019: Wer hat uns verraten? Metadaten!

Hinter dem Schlagwort Digitalisierung verbergen sich umfassende gesellschaftliche Veränderungen. So wird nicht nur die Kriegsführung durch technologische Entwicklungen revolutioniert, sondern auch unser alltägliches Leben verändert sich nachhaltig. Der Gebrauch von digitalen Endgeräten, vom Computer bis zum Smartphone, erleichtert es emanzipatorischen Aktivist*innen nicht nur, sich zu organisieren und aktiv zu werden. Denn auch die Repressionsbehörden rüsten ihr Arsenal auf, um soziale Bewegungen, darunter auch Antimilitarist*innen, zu überwachen und zu kontrollieren. Die dafür nötigen Daten liefern wir meist selbst durch unsere Handys, Smartphones und Computer. Mit ihrer Hilfe werden Bewegungsprofile erstellt, Kommunikation mitgeschnitten und Diagramme darüber erstellt, wer mit wem Kontakt hat. Während des offenen Treffens wollen wir darüber sprechen, wie wir überwacht werden und welche wirksamen Maßnahmen es gibt, sich davor zu schützen, damit wir weiterhin wirksam gegen Krieg, Militarisierung, Patriarchat und Kapitalismus aktiv sein können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 20. Februar 2019 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Offenes Treffen am 16. Januar 2019: Shoah durch Erschießen

Kürzlich wurden faschistische Netzwerke in der Bundeswehr aufgedeckt. Nazis in der Bundeswehr sind kein Einzelfall und stellen auch keine neue Entwicklung dar. Ein Blick in die Geschichte zeigt die Kontinuitäten zwischen Wehrmacht und Bundeswehr. Die Bundeswehr ging aus der der Wehrmacht, der SS und sonstigen militärischen Organisationen Nazideutschlands hervor. Ab 1960 waren 12 360 NS-Offiziere und 300 Führer der Waffen-SS in ihr vertreten. Vor diesem Hintergrund und anlässlich des Holocaust-­ Gedenktages am 27. Januar wollen wir uns bei unserem offenen Treffen im Januar Teile des 2008 erschienenen Films »Shoah durch Erschießen« gemeinsam anschauen und darüber sprechen. Thema des Dokumentarfilms ist die Ermordung jüdischer Menschen in der Ukraine durch deutsche Erschießungskommandos. Es berichten Zeitzeug*innen und die heute noch vorhandenen Spuren dieser Verbrechen werden gezeigt. In der heutigen Ukraine liegen zwischen 1200 und 2000 Exekutionsstätten. In Osteuropa starben geschätzte zwei Millionen jüdischer Frauen, Männer und Kinder am Rande von Erschießungsgruben. Getötet durch Mitglieder von SS-Einheiten, Polizeibataillonen und der Wehrmacht.

Offenes Treffen | Mittwoch | 16. Januar 2019 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Antimilitaristischer Workshoptag: Bericht und Audiomittschnitt

Am 10. November 2018 – fast taggenau 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs – trafen sich 50 bis 60 Antimilitarist*innen, um auf einem von der Initiative NoWar Berlin organisierten Workshoptag in Berlin über „Antimilitaristische Perspektiven“ zu diskutieren. In zwei Phasen á drei Workshops diskutierten die Teilnehmer*innen über verschiedene aktuelle Aspekte und Konsequenzen von Krieg, Militarisierung, der kriegerischen Außenpolitik der BRD und die Rolle der Bundeswehr. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion mit Teilnehmer*innen von NoWar, dem (nomadischen) Antikriegscafé und dem Arbeitskreis Internationalismus aus Stuttgart, auf dem mit den Teilnehmer*innen Möglichkeiten antimilitaristischen Widerstands gegen den steigenden Militarismus unserer Zeit diskutiert wurden. Zwischen den Programmpunkten gab es genügend Raum und Zeit, sich bei lecker Kaffee, Keksen, Kuchen und Vokü der Küchen-Crew kennenzulernen, auszutauschen und Bündnisse zu schmieden.

Im folgenden dokumentieren wir die Ergebnisse der einzelnen Programmpunkte. Grundlage dafür bilden Zusammenfassungen, die nach jeder Workshopphase gegeben wurden.

» Bericht
» Audiomittschnitt der Abschlussdiskussion
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Offenes Treffen am 19. Dezember 2018: Antimilitaristischer Jahresrück- und Ausblick

2018 gab es bundesweit viele antimilitaristische Aktionen: Störungen von Aufritten der Bundeswehr, Sabotage und Markierung von militaristischer Infrastruktur und Rüstungskonzernen sowie das Camp »Rheinmetall entwaffnen« in Unterlüß. Inhaltlicher Schwerpunkt aus antimilitaristischer Perspektive waren die Proteste gegen den türkischen Angriff auf Afrin und die internationale Solidarität mit Rojava. Darüber hinaus wurde die Werbeoffensive der Bundeswehr, die den öffentlichen Raum mit militaristischer Propaganda überzog, durch kreative Aktionen gestört. Größere mediale Aufmerksamkeit erreichten auch die Proteste gegen die Aktionärsversammlung von Rheinmetall und der Auftritt der Bundeswehr im SchwuZ. In Berlin gab es Proteste beim Kriegsministerium anlässlich des Tags der offenen Tür der Bundesregierung. Auch das Workshop-Wochenende »Antimilitaristische Perspektiven« im November sorgte für Gesprächsstoff. Bei unserem offenen Treffen im Dezember wollen wir aus antimilitaristischer Sicht auf das Jahr 2018 zurückblicken und uns die verschiedenen Aktivitäten in Berlin und anderen Orten ins Gedächtnis rufen. Außerdem wollen wir gemeinsam über mögliche Themen und Aktionen im neuen Jahr diskutieren.

Offenes Treffen | Mittwoch | 19. Dezember 2018 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Offenes Treffen am 21. November 2018: Kein Werben fürs Töten und Sterben!

Nach Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht 2011 muss die Bundeswehr auf dem Arbeitsmarkt um Nachwuchs für ihr Mordshandwerk konkurrieren. Seitdem ist die Bundeswehr mit groß angelegten Werbekampagnen überall präsent. Sei es mit Plakaten auf Werbetafeln, in Bahnen und Bussen oder mit sogenannten Jugendoffizieren in Schulen, Universitäten, Messen und Jobcentern. Auch im Internet auf diversen Social-Media-Kanälen oder mit Serien wie »Die Rekruten« auf Youtube versucht sie Menschen für sich zu gewinnen. Sinn und Zweck dieser Kampagnen ist es zum einen, die Bundeswehr als normale Arbeitgeberin mit spannenden Einsatzgebieten darzustellen. Doch Soldat*in ist kein Beruf wie jeder andere. Die Realität, in Krieg und Besatzung töten zu müssen oder getötet zu werden, wird dabei bewusst verschleiert. Zum anderen sollen diese Kampagnen für gesellschaftliche Akzeptanz der Bundeswehr und damit für die kriegerische Außenpolitik der BRD sorgen und sind damit ein wesentlicher Motor der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft. Beim offenen Treffen wollen wir über die verschiedenen Werbemaßnahmen der Bundeswehr informieren und gemeinsam überlegen, was wir dagegen tun können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 21. November 2018 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Antimilitaristische Perspektiven 10. November 2018 in Berlin

100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verschärft sich die Konkurrenz zwischen den kapitalistischen Großmächten um den Zugang zu Rohstoffen, Märkten und Einflusssphären. Kriegerische Auseinandersetzungen nehmen zu. Gleichzeitig gibt es in der BRD derzeit keine starke antimilitaristische Bewegung. Mit unserem Workshoptag wollen wir dazu beitragen diese Lücke zu schließen. Unser Ziel ist es, gemeinsame Bezugspunkte zu finden, um den sich verschärfenden gesellschaftlichen Verhältnissen in Berlin, der BRD und weltweit unseren Widerstand entgegenzusetzen.

Kommt vorbei, diskutiert mit uns in den Workshops und entwickelt mit uns antimilitaristische, antikapitalistische und emanzipatorische Perspektiven!

Für Essen und Getränke werden wir sorgen. Ebenso für eine Kinderbetreuung. Bitte schreibt uns bis zum 7. November an nowar@riseup.net, wie viele Kinder in welchem Alter betreut werden sollen. Die SFE ist dank eines Fahrstuhls barrierearm zu erreichen. Bitte meldet euch unter 01521 62 67 860, da für die Benutzung des Aufzuges ein Schlüssel benötigt wird.

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Kein Tag der offenen Tür für Krieg und Militär

Indymedia: Am Wochenende vom 25. und 26. August fand bereits zum 20. Mal der Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin statt. An diesen Tagen öffnen das Bundeskanzleramt, das Bundespresseamt und alle Bundesministerien ihre Türen für die Öffentlichkeit. Darunter auch das Kriegsministerium, das die Gelegenheit nutzt Werbung für seine kriegerische Politik und die Bundeswehr als gute Arbeitgeberin zu machen und dafür schweres Gerät wie Panzer, das Kampfflugzeug Tornado und die Bundeswehr-Erbsensuppe auffährt.

Gegen dieses Militärspektakel protestierten Antimilitarist_innen, indem sie vor dem Kriegsministerium die Bushaltestelle der Shuttlebuslinie Blau, die Besucher_innen kostenlos von einem Ministerium zum anderen chauffiert, symbolisch außer Betrieb nahmen. Dazu wurde das Haltestellenschild mit pinkem Stoff verhängt, auf dem stand: „Haltestelle außer Betrieb“. Das Bushaltestellehäuschen wurde ebenfalls mit pinkem Stoff umwickelt, auf dem stand: „Kein Tag der offenen Tür für Krieg und Militär – Krieg beginnt hier“. An die Seiten des Häuschens wurden statt der Werbung Schilder mit der Aufschrift „Bundeswehr und Nato auflösen“ und „Kein Werben fürs Sterben“ angebracht. Neben das Häuschen stellten sie einen Aufsteller auf, auf dem zu lesen war: „Bundeswehr raus aus Afghanistan, Mali und Syrien“ und „Bundeswehr: Bewaffneter Arm des deutschen Kapitals“. An das Häuschen wurde noch ein Sarg gelehnt, um den tödlichen Charakter von Militäreinsätzen zu verdeutlichen.

» Text mit Fotos auf Indymedia

Camp vom 29. August. – 04. September: Rheinmetall entwaffnen. Krieg beginnt hier

Unter dem Motto „Krieg beginnt hier – Rheinmetall entwaffnen“ wird es rund um den diesjährigen Antikriegstag am 1. September Aktionen am Rheinmetall-Standort in Unterlüß geben. Rheinmetall besteht in Unterlüß in der Südheide seit 1899 und ließ im 2. Weltkrieg Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter*innen und jüdische Frauen aus dem KZ Bergen-Belsen Waffen herstellen. Heute baut die Rheinmetall Waffe Munition GmbH dort u.a. Kampfpanzer wie Leopard 2. Das Unternehmen betreibt dort auch ein 50 qkm großes Erprobungsgelände für Munition und Waffen. Es wirbt damit, dass es das größte in Europa ist. Das Camp beginnt am 29. August, es gibt verschiedene Workshops und unter anderem eine Exkursion zum NATO-Truppenübungsplatz Bergen. Die überregionale Demonstration findet am Sonntag, dem 2. September, in Unterlüß statt.

Infos zum Camp und Demo