NoWar Berlin – Initiative gegen Krieg und Militarisierung http://nowar.blogsport.de Tue, 23 Apr 2019 22:51:59 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Offenes Treffen am 15. Mai 2019: Rheinmetall zu Altmetall http://nowar.blogsport.de/2019/04/24/offenes-treffen-am-15-mai-2019-rheinmetall-zu-altmetall/ http://nowar.blogsport.de/2019/04/24/offenes-treffen-am-15-mai-2019-rheinmetall-zu-altmetall/#comments Tue, 23 Apr 2019 22:51:59 +0000 Administrator Allgemein http://nowar.blogsport.de/2019/04/24/offenes-treffen-am-15-mai-2019-rheinmetall-zu-altmetall/ Bei unserem Offenen Treffen im Mai sprechen wir über aktuelle Themen wie Militarisierung, Bundeswehr-Aufritte im öffentlichen Raum und die deutsche Kriegspolitik. Am 28. Mai findet die Rheinmetall Aktionär*innenkonferenz im Maritim Hotel in unmittelbarer Nähe zum Kriegsministerium statt. Komm vorbei, wenn du dich dagegen engagieren oder ganz allgemein gegen Krieg und Militarisierung aktiv werden willst.

Offenes Treffen | Mittwoch | 15. Mai 2019 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Offenes Treffen am 17. April 2019: Rheinmetall zu Altmetall http://nowar.blogsport.de/2019/04/05/offenes-treffen-am-17-april-2019-rheinmetall-zu-altmetall/ http://nowar.blogsport.de/2019/04/05/offenes-treffen-am-17-april-2019-rheinmetall-zu-altmetall/#comments Thu, 04 Apr 2019 23:55:27 +0000 Administrator Allgemein http://nowar.blogsport.de/2019/04/05/offenes-treffen-am-17-april-2019-rheinmetall-zu-altmetall/ Bei unserem offenen Treffen im August sprechen wir über aktuelle Themen wie Militarisierung, Bundeswehr-Aufritte im öffentlichen Raum und die deutsche Kriegspolitik. Wir überlegen gemeinsam, wie wir gegen die Rheinmetall Aktionär*innenkonferenz aktiv werden können, die am 28.5. in Berlin stattfindet. Hast du Lust dich gegen Krieg und Militarisierung zu engagieren? Dann schau doch bei unserem Treffen vorbei.

Offenes Treffen | Mittwoch | 17. April 2019 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Am 28. Mai auf die Straße gegen die Aktionärsversammlung des Rüstungskonzerns! http://nowar.blogsport.de/2019/04/04/am-28-mai-auf-die-strasse-gegen-die-aktionaersversammlung-des-ruestungskonzerns/ http://nowar.blogsport.de/2019/04/04/am-28-mai-auf-die-strasse-gegen-die-aktionaersversammlung-des-ruestungskonzerns/#comments Thu, 04 Apr 2019 16:56:00 +0000 Administrator Allgemein http://nowar.blogsport.de/2019/04/04/am-28-mai-auf-die-strasse-gegen-die-aktionaersversammlung-des-ruestungskonzerns/ Krieg beginnt hier. In einem Vier-Sterne-Hotel in Berlin-Mitte. Profiteure deutscher Waffenexporte und globaler Aufrüstung, deren Zeuge wir dieser Tage werden, kommen hier am 28. Mai zusammen. Sie
beratschlagen über die Aufteilung ihrer Blutdividende. Sie füttern die Kriegsmaschine, die millionenfach Leid und Vertreibung produziert und abertausende Tote zurücklässt. Auch wir werden an diesem Tag dort sein, die Folgen der Kriege sichtbar machen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zwingen.

Rheinmetall ist ein Meister aus Deutschland

Die Handlanger des Todes und Waffenhersteller sitzen in der BRD: Sig Sauer, Heckler & Koch oder Krauss-Maffei Wegmann. Rheinmetall als größter deutscher Waffenexporteur profitiert vom Krieg im Jemen und baut Munitionsfabriken in aller Welt. Mit deutschen Panzern besetzt die Türkei das nordsyrische Rojava, deutsche High-Technology dient der Abschottung der europäischen Außengrenzen. Abseits von der Öffentlichkeit und fern von jeder Moral und Ethik sitzen die Sensemänner und -frauen am 28. Mai im Maritim-Hotel, Stauffenbergstraße 26, bei der Aktionärsversammlung und planen ihre Geschäfte mit dem Tod.

Es ist Zeit, sie zusammen mit dem Rheinmetall-Vorstandsvorsitzenden Armin Papperger zur Verantwortung zu ziehen. Doch wir wissen auch, dass der Tod viele Handlanger hat und immer neue dazu kommen werden, solange der Kapitalismus existiert und unser Frieden das Blut der anderen ist.

Wir gedenken der Toten, aber wir sind kein Trauermarsch. Wir feiern das Leben. Und wir werden uns Rheinmetall entgegenstellen: Im Mai in Berlin, im September beim Rheinmetall-Entwaffnen-Camp in Unterlüß/Niedersachsen gegen die dortige Waffenfabrik und solange bis Rheinmetall Geschichte ist.

Rheinmetall Entwaffnen!
Für eine neue Antikriegsbewegung!

28. Mai, 9.00 Uhr (pünktlich!): Botschaft Saudi-Arabien,
Tiergartenstraße 33-34

Saudi-Arabien führt die Militärallianz im Krieg in Jemen an. Das
Land im Süden der arabischen Halbinsel erlebt die größte humanitäre
Katastrophe dieser Tage, Millionen Menschen sind von Hunger bedroht.

28. Mai, 9.30 Uhr: Botschaft Türkei, Tiergartenstraße 19-21

Der türkische Despot Erdogan droht mit einem Angriff auf das
konföderative, demokratische und feministische Projekt Rojava in Nordsyrien.

28. Mai, 9.45 Uhr: Rheinmetall Aktionärsversammlung,
Stauffenbergstraße 26

Schließlich stoßen wir zur Kundgebung vor dem Maritim-Hotel. Im
Hotel startet um 10 Uhr die Hauptversammlung.

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Protestkundgebung: Rheinmetall-Prozess am 18. März http://nowar.blogsport.de/2019/03/09/protestkundgebung-rheinmetall-prozess-am-18-maerz/ http://nowar.blogsport.de/2019/03/09/protestkundgebung-rheinmetall-prozess-am-18-maerz/#comments Sat, 09 Mar 2019 18:01:31 +0000 Administrator Allgemein http://nowar.blogsport.de/2019/03/09/protestkundgebung-rheinmetall-prozess-am-18-maerz/

Protestkundgebung am 18. März ab 8 Uhr vor dem Amtsgericht Berlin, Turmstraße 91. An diesem Tag – dem Tag der politischen Gefangenen und gegen staatliche Repression – stehen zwei Transparentträger*innen vor Gericht, die gegen die Rheinmetall-Aktionär*innenversammlung im letzten Jahr protestierten. Wir solidarisieren uns mit den Genoss*innen, die wegen eines Strafbefehls in Höhe von zusammen 15 000 Euro wegen Aktivitäten gegen die Konferenz vor Gericht stehen.

Protestkundgebung | Montag | 18. März 2019 | 8 Uhr | Amtsgericht Berlin | Turmstraße 91
» Weitere Infos

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Offenes Treffen am 20. März 2019: Rheinmetall zu Altmetall http://nowar.blogsport.de/2019/02/21/offenes-treffen-am-20-maerz-2019-rheinmetall-zu-altmetall/ http://nowar.blogsport.de/2019/02/21/offenes-treffen-am-20-maerz-2019-rheinmetall-zu-altmetall/#comments Thu, 21 Feb 2019 16:12:28 +0000 Administrator Allgemein http://nowar.blogsport.de/2019/02/21/offenes-treffen-am-20-maerz-2019-rheinmetall-zu-altmetall/

Am 28. Mai 2019 treffen sich im Berliner Hotel Maritim Anleger*innen zur alljährlichen Aktionär*innenversammlung des Rüstungskonzerns Rheinmetall – hinter Airbus der zweitgrößte deutsche Kriegsproduzent. Schräg gegenüber des Kriegsministeriums wird auch dieses Jahr wieder Bilanz gezogen über steigende Umsätze im Kriegsgeschäft. Im Geschäft mit dem Krieg rollen die von Rheinmetall produzierten Panzer an vorderster Front mit – wie etwa unter türkischer Flagge gegen die kurdischen Gebiete in Syrien. Doch das kriegerische Engagement Rheinmetalls bleibt nicht unwidersprochen. Gegen die Aktionär*innenversammlung gab es 2018 – wie jedes Jahr – Demos und Aktionen. Wir solidarisieren uns mit den Genoss*innen, die am 18. März wegen eines Strafbefehls in Höhe von zusammen 15 000 Euro wegen Aktivitäten gegen die Konferenz letztes Jahr vor Gericht stehen. Auch diesen Sommer wird wie 2018 am Rheinmetall-Standort Unterlüß ein mehrtägiges Diskussions- und Aktions-Camp unter dem Motto »Rheinmetall entwaffnen!« stattfinden. Auch wir werden dieses Jahr gegen die Aktionär*innenversammlung aktiv werden. Dazu wollen wir diesmal darüber diskutieren, was wir Rheinmetall und der deutschen Kriegspolitik entgegensetzen können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 20. März 2019 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Crossmedia – Kein Werben fürs Töten und Sterben! http://nowar.blogsport.de/2019/02/17/crossmedia-kein-werben-fuers-toeten-und-sterben/ http://nowar.blogsport.de/2019/02/17/crossmedia-kein-werben-fuers-toeten-und-sterben/#comments Sun, 17 Feb 2019 13:07:36 +0000 Administrator Allgemein http://nowar.blogsport.de/2019/02/17/crossmedia-kein-werben-fuers-toeten-und-sterben/

Quelle Indymedia: Am 6. Januar wurde das Kreuzberger Büro der Werbeagentur Crossmedia als Ort markiert, an dem Krieg beginnt. Mit Plakaten, einer Wandzeitung und Stencils wurde darauf hingewiesen, dass unter anderem an diesem Ort der Werbefeldzug der Bundeswehr geplant wird.

Crossmedia ist zusammen mit der Werbeagentur Castenow verantwortlich für die Rekrutierungskampagnen der Bundeswehr. Nach der Aussetzung der Wehrplicht 2011 muss die Bundeswehr neue Soldat*innen auf dem Arbeitsmarkt anwerben. Deshalb verpflichtete sie ab 2015 die beiden Werbeagenturen, die seit dem in Dienst gestellt sind, um die Bundeswehr mit großangelegten Kampagnen in der Öffentlichkeit und im Internet als gute Arbeitgeberin darzustellen. Begann der Werbefeldzug der Bundeswehr zunächst mit der Plakatkampagne „Mach was wirklich zählt“, sollen mittlerweile ausgefeilte Multimedia-Kampagnen auf Youtube und anderen Social-Media-Kanälen wie „Die Rekruten“, „Mali“ und „KSK“ für neues Kanonenfutter sorgen. Für letztere trägt vor allem Crossmedia die Verantwortung. Vor allem Jugendliche sind im Visier der Werbetreibenden. Der Soldat*innenberuf wird dabei als abenteuerliche Erfahrung dargestellt, die brutale Einsatzrealität in Kriegs- und Besatzungsgebieten ausgeklammert.

Crossmedia hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf, und neben dem Kreuzberger Büro in der Kohlfurter Straße 41/43 weitere Büros in Hamburg, London, New York, Philadelphia und Los Angeles. Castenow hat ihren Sitz ebenfalls in Düsseldorf.

Der Text der Wandzeitung ist hier dokumentiert:

Die Werbeagentur Crossmedia entwickelt in ihren Büros, unter anderem hier in der Kohlfurter Str. 41/43, Konzepte, mit denen sich die Bundeswehr als normale Arbeitgeberin präsentiert.

Seit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 muss die Bundeswehr Soldat*innen auf dem normalen Arbeitsmarkt anwerben. Crossmedia ist zusammen mit der Werbeagentur Castenow neben dem Webefeldzug „Mach was wirklich zählt“ mit großflächigen Plakaten im öffentlichen Raum auch verantwortlich für ausgeklügelte Multimedia-Kampagnen wie „Die Rekruten“, „Mali“ oder „KSK – Kämpfe nie für dich allein“.

Ziel dieser Kampagnen ist es, vor allem Jugendlichen den „Beruf Soldat*in“ schmackhaft zu machen. Die Realität von Befehl und Gehorsam, Krieg und Besatzung, töten und getötet werden, wird dabei bewusst ausgeblendet.

Die Bundeswehr ist keine normale Arbeitgeberin, Soldat*in kein normaler Beruf, Crossmedia keine normale Werbeagentur.

Crossmedia wirbt fürs Töten und Sterben!
Kriege stoppen! Bundeswehr auflösen!

de.indymedia.org/node/28014

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Offenes Treffen am 20. Februar 2019: Wer hat uns verraten? Metadaten! http://nowar.blogsport.de/2019/02/10/offenes-treffen-am-20-februar-2019-wer-hat-uns-verraten-metadaten/ http://nowar.blogsport.de/2019/02/10/offenes-treffen-am-20-februar-2019-wer-hat-uns-verraten-metadaten/#comments Sun, 10 Feb 2019 18:20:44 +0000 Administrator Allgemein http://nowar.blogsport.de/2019/02/10/offenes-treffen-am-20-februar-2019-wer-hat-uns-verraten-metadaten/

Hinter dem Schlagwort Digitalisierung verbergen sich umfassende gesellschaftliche Veränderungen. So wird nicht nur die Kriegsführung durch technologische Entwicklungen revolutioniert, sondern auch unser alltägliches Leben verändert sich nachhaltig. Der Gebrauch von digitalen Endgeräten, vom Computer bis zum Smartphone, erleichtert es emanzipatorischen Aktivist*innen nicht nur, sich zu organisieren und aktiv zu werden. Denn auch die Repressionsbehörden rüsten ihr Arsenal auf, um soziale Bewegungen, darunter auch Antimilitarist*innen, zu überwachen und zu kontrollieren. Die dafür nötigen Daten liefern wir meist selbst durch unsere Handys, Smartphones und Computer. Mit ihrer Hilfe werden Bewegungsprofile erstellt, Kommunikation mitgeschnitten und Diagramme darüber erstellt, wer mit wem Kontakt hat. Während des offenen Treffens wollen wir darüber sprechen, wie wir überwacht werden und welche wirksamen Maßnahmen es gibt, sich davor zu schützen, damit wir weiterhin wirksam gegen Krieg, Militarisierung, Patriarchat und Kapitalismus aktiv sein können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 20. Februar 2019 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Offenes Treffen am 16. Januar 2019: Shoah durch Erschießen http://nowar.blogsport.de/2018/12/20/offenes-treffen-am-16-januar-2019-shoah-durch-erschiessen/ http://nowar.blogsport.de/2018/12/20/offenes-treffen-am-16-januar-2019-shoah-durch-erschiessen/#comments Thu, 20 Dec 2018 14:44:35 +0000 Administrator Allgemein http://nowar.blogsport.de/2018/12/20/offenes-treffen-am-16-januar-2019-shoah-durch-erschiessen/

Kürzlich wurden faschistische Netzwerke in der Bundeswehr aufgedeckt. Nazis in der Bundeswehr sind kein Einzelfall und stellen auch keine neue Entwicklung dar. Ein Blick in die Geschichte zeigt die Kontinuitäten zwischen Wehrmacht und Bundeswehr. Die Bundeswehr ging aus der der Wehrmacht, der SS und sonstigen militärischen Organisationen Nazideutschlands hervor. Ab 1960 waren 12 360 NS-Offiziere und 300 Führer der Waffen-SS in ihr vertreten. Vor diesem Hintergrund und anlässlich des Holocaust-­ Gedenktages am 27. Januar wollen wir uns bei unserem offenen Treffen im Januar Teile des 2008 erschienenen Films »Shoah durch Erschießen« gemeinsam anschauen und darüber sprechen. Thema des Dokumentarfilms ist die Ermordung jüdischer Menschen in der Ukraine durch deutsche Erschießungskommandos. Es berichten Zeitzeug*innen und die heute noch vorhandenen Spuren dieser Verbrechen werden gezeigt. In der heutigen Ukraine liegen zwischen 1200 und 2000 Exekutionsstätten. In Osteuropa starben geschätzte zwei Millionen jüdischer Frauen, Männer und Kinder am Rande von Erschießungsgruben. Getötet durch Mitglieder von SS-Einheiten, Polizeibataillonen und der Wehrmacht.

Offenes Treffen | Mittwoch | 16. Januar 2019 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Antimilitaristischer Workshoptag: Bericht und Audiomittschnitt http://nowar.blogsport.de/2018/12/12/antimilitaristischer-workshoptag-bericht-und-audiomittschnitt/ http://nowar.blogsport.de/2018/12/12/antimilitaristischer-workshoptag-bericht-und-audiomittschnitt/#comments Wed, 12 Dec 2018 15:50:49 +0000 Administrator Allgemein http://nowar.blogsport.de/2018/12/12/antimilitaristischer-workshoptag-bericht-und-audiomittschnitt/

Am 10. November 2018 – fast taggenau 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs – trafen sich 50 bis 60 Antimilitarist*innen, um auf einem von der Initiative NoWar Berlin organisierten Workshoptag in Berlin über „Antimilitaristische Perspektiven“ zu diskutieren. In zwei Phasen á drei Workshops diskutierten die Teilnehmer*innen über verschiedene aktuelle Aspekte und Konsequenzen von Krieg, Militarisierung, der kriegerischen Außenpolitik der BRD und die Rolle der Bundeswehr. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion mit Teilnehmer*innen von NoWar, dem (nomadischen) Antikriegscafé und dem Arbeitskreis Internationalismus aus Stuttgart, auf dem mit den Teilnehmer*innen Möglichkeiten antimilitaristischen Widerstands gegen den steigenden Militarismus unserer Zeit diskutiert wurden. Zwischen den Programmpunkten gab es genügend Raum und Zeit, sich bei lecker Kaffee, Keksen, Kuchen und Vokü der Küchen-Crew kennenzulernen, auszutauschen und Bündnisse zu schmieden.

Im folgenden dokumentieren wir die Ergebnisse der einzelnen Programmpunkte. Grundlage dafür bilden Zusammenfassungen, die nach jeder Workshopphase gegeben wurden.

» Bericht
» Audiomittschnitt der Abschlussdiskussion

Workshop-Phase 1

Türkei, Deutschland und Krieg in Kurdistan
In dem Workshop von Tatort Kurdistan und Menschen des diesjährigen Rheinmetall-entwaffnen!-Camps in Unterlüß wurde über die Rolle des Rüstungskonzerns Rheinmetall im türkischen Krieg gegen Kurdistan allgemein und in Afrin im speziellen berichtet. Besonders hervorgehoben wurde die lange Geschichte der Kooperation von Rheinmetall mit dem türkischen Militär, die über 130 Jahre zurückreicht. Außerdem wurde vom Camp und den in dessen Rahmen stattfindenden Aktionen berichtet.
In der Diskussion ging es vor allem darum, wie den kriegerischen Aktivitäten Rheinmetalls begegnet werden kann. So wurde zum Beispiel auf die alljährlich in Berlin stattfindende Aktionärsversammlung verwiesen, die 2019 am 28. Mai stattfinden wird. Außerdem wurde angekündigt, dass ein zweites Rheinmetall-entwaffnen!-Camp im August/September nächstes Jahr stattfinden wird. Zudem wurde die Frage diskutiert, wie die über 80 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen, die gegen Waffenexporte sind, mobilisiert werden können, um aktiv dagegen auf die Straße zu gehen.

 
Feministische Militärkritik
Leitfrage des Workshops war „Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Patriarchat und Krieg?“ Als Antwort wurde zunächst festgestellt, dass Militär grundsätzlich immer patriarchal strukturiert ist, genauso wie die Gesellschaft in der wir leben auch. Da sich beide wechselseitig beeinflussen, werden die patriarchalen Verhältnisse durch das Militär verfestigt. Durch den Einsatz von Vergewaltigung als Kriegswaffe finden dies ihren grausamsten Ausdruck. Als Gegenbeispiele zum patriarchalen Militär wurden bewaffnete Befreiungsbewegungen wie die kurdischen Frauenverteidigungseinheiten der YPG und die mexikanischen Zapatistas genannt.
Nach dem Input von NoWar wurde die Frage diskutiert, wie eine feministische Position gegen Krieg und Militär aussehen kann und welche Positionen zu kritisieren sind. Während der Diskussion wurde die Rolle von Frauen* im Militär kontrovers diskutiert. Die eine Position lautete, dass sich konsequenter Antimilitarismus gegen Frauen* im Militär positioniert, die andere das konsequenter Feminismus für den Zugang von Frauen* zum Militär eintreten müsse. Ein Vorschlag einer Synthese lautete, dass mensch für den freien Zugang aller zum Militär sein und mensch sich gleichzeitig dafür einsetzen müsse, das Militär abzuschaffen.
Zum Schluss wurde die Frage diskutiert, welche Möglichkeiten einer antipatriarchalen Praxis es innerhalb der antimilitaristischen Bewegung gibt. Genannt wurde vor allem, eigene Frauen*organisationen und FLTI*-Strukturen zu stärken. Als positives Beispiel wurde das Frauen-Lesben-Widerstandscamp in den 1980er Jahren im Hunsrück genannt. Perspektivisch sollte dieses als Beispiel dafür dienen, FLTI*-Räume bzw. Strukturen auf antimilitaristischen Camps zu stärken, um auf die Verknüpfung von Patriarchat und Militär einzugehen und um die Männerdominanz in Bündnissen und bei Aktionen zu durchbrechen.

 
»Die Schlacht ums menschliche Gehirn hat begonnen«
Der Workshop des (nomadischen) Antikriegscafés Berlin hatte zum Ziel, in das Thema „Ritualisierte Gewalt“ einzuführen. In einem historischen Rückblick wurde dafür zunächst auf das CIA-Programm MK-ULTRA eingegangen, an dem neben den USA auch Kanada und Großbritannien beteiligt waren und das auf Forschungen des Naziregimes zurückgriff. Vor dem Hintergrund des Nordkoreakrieges war eines der Ziele dieses Projekts, aus dem Krieg heimkehrende Soldaten vor feindlichen psychischen Einflüssen (der sogenannten „Gehirnwäsche“) zu schützen und letztendlich den perfekten Soldaten zu schaffen.
Ziel ritualisierter Gewalt ist es, Menschen zu kontrollieren. Sie beinhaltet alle Formen der Gewalt: physische, psychische und sexualisierte. Systematisch angewandte Folter führt zur Veränderung des Bewusstseins. Es werden Triggerpunkte geschaffen, um Persönlichkeitswechsel zu veranlassen, damit Menschen Dinge tun, die sie eigentlich nicht tun würden. In der Diskussion des Workshops wurden vor allem Nachfragen zum umfangreichen und komplexen Thema gestellt und die Workshopteilnehmer*innen teilten und diskutierten eigene Erkenntnisse zum Thema ritualisierter Gewalt im militärischen, pädagogischen und gesellschaftlichen Bereich.

 

Workshop-Phase 2

Fluchtursachen bekämpfen
In diesem Workshop des Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart wurde der Zusammenhang von Kapitalismus und Flucht in den Vordergrund gestellt. Der Kapitalismus ist der Drang nach Gewinnmaximierung und nach menschlichen und natürlichen Ressourcen inhärent. Deshalb ist im Kapitalismus kein Frieden möglich und Krieg ist immer eine Fluchtursache. Deshalb bedeutet Fluchtursachen bekämpfen immer auch den Kapitalismus abzuschaffen.
Nach dem Input wurde die Frage diskutiert, wie mensch sich vor Ort gegen Krieg und Kapitalismus organisieren kann. Mensch kann sich zum Beispiel in Anti-Kriegs- und Geflüchteten-Strukturen engagieren und sich zusammen mit Geflüchteten organisieren. Es können internationale und antimilitaristische Strukturen aufgebaut werden. Dazu sollen solidarische Beziehungen mit fortschrittlichen Organisationen in anderen Ländern aufgebaut werden. Hierzulande kann Deutschland als Kriegstreiber enttarnt und gegen den militaristischen Normalzustand interveniert werden. Zum Beispiel indem mensch Demos und Kundgebungen etc. organisiert.

 
Jobcenter und Bundeswehr gemeinsam gegen den Frieden
Im Inputteil des Workshops der Berliner Erwerbsloseninitiative BASTA! wurde über die große Nähe der Bundeswehr zur Bundesagentur für Arbeit berichtet. Es gibt sowohl personelle, institutionelle (die Führungsakademie der Bundeswehr und der Führungskompass der Bundesagentur für Arbeit) und konzeptionelle (Kooperationsvereinbarungen) Überschneidungen. Dadurch wird der Druck auf Menschen in prekären Situationen verstärkt, sich bei der Bundeswehr zu bewerben. Dafür gibt es massive Werbekampagnen. Vor allem Menschen ohne Schulabschluss sind im Visier der Werbung fürs Töten und Sterben.
In der Diskussion des Workshops waren neben der zunehmenden Bundeswehrpräsenz an Schulen mögliche Gegenmaßnahmen zur Bundeswehr im öffentlichen Raum Thema. Dabei wurden Adbusting, das Stören von Bundeswehrveranstaltungen und Aufklärung darüber, dass Soldat*in kein normaler Beruf ist, genannt. Kontrovers wurde die Frage diskutiert, ob es Sinn machen könnte, zur Bundeswehr gehen. Eine Position besagt, dass mensch als Soldat*in in der Bundeswehr das System von innen angreifen könne. Die Gegenposition dazu lautete, dass sich mensch in den militärischen Strukturen der Bundeswehr so verändert, dass mensch an Protest nicht mehr denken wird.

 
Militärische Digitalisierung
Der Input des (nomadischen) Antikriegscafés Berlin behandelte verschiedene Aspekte, wie die Digitalisierung Militär und Kriegsführung verändert und verschaffte zunächst einen allgemeinen Überblick darüber, was Digitalisierung auf militärisch bedeutet. Neben der sich verändernden Organisationsstruktur Militär und Kriegsführung wurde dabei auch auf die wesentlichen Akteur*innen aus der Wirtschaft eingegangen. Neben großen Technologie-Firmen wie Google, Microsoft und Amazon wurden dabei auch vergleichsweise kleine Unternehmen wie SAP und Palantir als Kollaborateure genannt und darauf hingewiesen, dass es auch militärisches Interesse an sogenannten StartUps gibt. Anschließend wurde konkret auf die Digitalisierungsbestrebungen der Bundeswehr eingegangen. Neben dem seit 2017 für den Cyberkrieg der Bundeswehr zuständigen „Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum“ wurden Bestrebungen der Bundeswehr genannt, Verbindungen in die Digital-Wirtschaft zu knüpfen, wie zum Beispiel mit dem „Cyber Innovation Hub“ in die StartUp-Szene. Zum Schluss wurde auf die verschiedenen Social-Media-Präsenzen der Bundeswehr eingegangen, die vor allem dazu dienen, nach der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 neue Soldat*innen zu rekrutieren. Abschreckendstes Beispiel ist dabei die WhatsApp-Serie „KSK“. In der Diskussion ging es vor allem um die Frage, wie mensch gegen militärische Digitalisierung und Rekrutierung im Internet aktiv werden könne. Neben antimilitaristischen Informationskampagnen im Internet wurde dabei immer auch auf die Notwendigkeit hingewiesen, sich im analogen Leben zu organisieren, um deutliche Zeichen gegen die Bundeswehr im virtuellen wie im realen öffentlichen Raum setzen zu können.

 

Abschlussdiskussion zu Antimilitaristischen Perspektiven

Am Podium Abschlussrunde des Workshoptages nahmen Vertreter*innen vom Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart, der Initiative NoWar Berlin und dem Berliner (nomadischen) Antikriegscafé teil, die zu Beginn ihre Gruppen Aktivitäten kurz vorstellten. Anschließend beantworteten sie Fragen zum Verhältnis von Kapitalismus und Krieg, ihrer antimilitaristischen Perspektive und danach, welche konkreten praktischen Initiativen gegen Krieg und Militarisierung zukünftig auf der Agenda antimilitaristischer Praxis stehen sollten. Die Antworten im einzelnen dokumentieren wir in einem Audiomitschnitt. Tenor der Antworten war, dass es in Zeiten zunehmender Militarisierung notwendig ist, sich in antimilitaristischen Basisgruppen, die sich klar gegen reaktionäre und rechte Bestrebungen abgrenzen, zu organisieren und eine deutliche Ablehnung von Krieg und Kapitalismus, Militarisierung und Patriarchat in die Öffentlichkeit zu tragen. Antimilitarismus wurde dabei von keine*r der Teilnehmer*innen als bloße Ein-Punkt-Bewegung verstanden, denn eine Welt ohne Krieg und Militarismus ist ohne die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse nicht denkbar. Die Antworten auf die Frage nach zukünftigen antimilitaristischen Initiativen waren vielfältig. Im wesentlichen wurde auf der einen Seite internationale Solidarität mit fortschrittlichen Kräften in Kriegsgebieten wie beispielsweise in Kurdistan als möglicher Aktivitätsschwerpunkt genannt, wie ein Vertreter von Tatort Kurdistan in einem Statement vor allem mit Blick auf Rojava betonte. Auf der anderen Seite wurde der Blick auf die Verhältnisse hier gerichtet und betont, dass hier in der BRD der Krieg beginnt und es auch hier genug Ansatzpunkte für antimilitaristisches Engagement gibt, wie zum Beispiel Militärtransporte oder – wie die Erwerbsloseninitiative BASTA! feststellte – im Alltag gegen die Rekrutierungsbestrebungen der Bundeswehr vorzugehen. Einig waren sich alle, dass beide Seiten der antimilitaristischen Medaille auf dem nächsten Rheinmetall-entwaffnen!-Camp in Unterlüß nächstes Jahr zusammengebracht und diskutiert werden können.

Audiomittschnitt der Abschlussdiskussion

 

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Offenes Treffen am 19. Dezember 2018: Antimilitaristischer Jahresrück- und Ausblick http://nowar.blogsport.de/2018/11/22/offenes-treffen-am-19-dezember-2018-antimilitaristischer-jahresrueck-und-ausblick/ http://nowar.blogsport.de/2018/11/22/offenes-treffen-am-19-dezember-2018-antimilitaristischer-jahresrueck-und-ausblick/#comments Wed, 21 Nov 2018 23:40:12 +0000 Administrator Allgemein http://nowar.blogsport.de/2018/11/22/offenes-treffen-am-19-dezember-2018-antimilitaristischer-jahresrueck-und-ausblick/

2018 gab es bundesweit viele antimilitaristische Aktionen: Störungen von Aufritten der Bundeswehr, Sabotage und Markierung von militaristischer Infrastruktur und Rüstungskonzernen sowie das Camp »Rheinmetall entwaffnen« in Unterlüß. Inhaltlicher Schwerpunkt aus antimilitaristischer Perspektive waren die Proteste gegen den türkischen Angriff auf Afrin und die internationale Solidarität mit Rojava. Darüber hinaus wurde die Werbeoffensive der Bundeswehr, die den öffentlichen Raum mit militaristischer Propaganda überzog, durch kreative Aktionen gestört. Größere mediale Aufmerksamkeit erreichten auch die Proteste gegen die Aktionärsversammlung von Rheinmetall und der Auftritt der Bundeswehr im SchwuZ. In Berlin gab es Proteste beim Kriegsministerium anlässlich des Tags der offenen Tür der Bundesregierung. Auch das Workshop-Wochenende »Antimilitaristische Perspektiven« im November sorgte für Gesprächsstoff. Bei unserem offenen Treffen im Dezember wollen wir aus antimilitaristischer Sicht auf das Jahr 2018 zurückblicken und uns die verschiedenen Aktivitäten in Berlin und anderen Orten ins Gedächtnis rufen. Außerdem wollen wir gemeinsam über mögliche Themen und Aktionen im neuen Jahr diskutieren.

Offenes Treffen | Mittwoch | 19. Dezember 2018 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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