Archiv der Kategorie 'Allgemein'

30.09.: Antimilitaristischer Cocktailabend

Störaktionen gegen die Bundeswehr und vielfältige Anti-Kriegs-Proteste sind dringend notwendig, angesichts von deutschen Rüstungsexporten, Bundeswehr-Werbung, Militärforschung und weltweiten Kriegseinsätzen der Bundeswehr. Da die antimilitaristische Praxis häufig mit Kosten verbunden ist, veranstalten wir am 30. September 2017 einen Soli-Tresen in der Meuterei. Es gibt leckere Cocktails und die Möglichkeit mit uns ins Gespräch zu kommen.

Antimilitaristischer Cocktailabend | Samstag | 30. September 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

Offenes Treffen am 18. Oktober 2017: Gegen die Berliner Kriegskonferenz

Am 28. und 29. November 2017 findet die Berlin Security Conference (BSC) im Hotel Andel‘s Berlin in der Landsberger Allee 106 statt. Die Konferenz wird von der Zeitung »Behörden-Spiegel« organisiert und stellt eine internationale Zusammenkunft von Vertreter*innen von Rüstungsunternehmen, der Nato und der Bundeswehr sowie Politiker*innen dar. Sponsor*innen sind unter anderem die Rüstungsunternehmen Heckler & Koch, RUAG, Thales und ThyssenKrupp. Bei der BSC findet auch eine Ausstellung der beteiligten Unternehmen statt, die dort für ihr Kriegsgerät werben können. Das Motto der Konferenz lautet: »Europa unter Druck – Sicherheit und Verteidigung in unberechenbaren Zeiten«. Das Partnerland der Konferenz in diesem Jahr ist Schweden. Dort soll 2018 die Wehrpflicht wiedereingeführt werden. In Schweden wurde im September ein Militärmanöver in der Ostsee durchgeführt. Gegen die größte Militär-Übung in Schweden seit 20 Jahren gab es Proteste von Kriegsgegner*innen wie zum Beispiel in Göteborg. Bei unserem offenen Treffen wollen wir über die BSC sprechen und gemeinsam überlegen wie wir gegen die Kriegskonferenz aktiv werden können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 18. Oktober 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Storkow: Aktion gegen den Tag der Bundeswehr

Indymedia: „Am 10. Juni 2017 findet bundesweit der so genannte Tag der Bundeswehr statt. Auch in Storkow präsentiert sich die Bundeswehr mit Hubschraubern und Panzern der Bevölkerung. Wir wollen das Militärspektakel nicht unkommentiert über die Bühne gehen lassen und haben deshalb drei Ortstafeln von Storkow antimilitaristisch verändert. Wir haben die Schilder mit neuen Bezeichnungen wie „Kriegsstadt Storkow“ und Parolen „War starts here“ und „Kriege beenden – Bundeswehr abschaffen“ und „Keinen Tag der Bundeswehr“ beklebt.
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Offenes Treffen am 20. September 2017: Vernichtung von Guernica

In der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 1936 putschten Faschisten gegen die Spanische Republik. Von Anfang an erhielten die Putschisten militärische Unterstützung aus dem faschistischen Italien und Deutschland. 2017 jährt sich die Bombardierung Guernicas durch die deutsche »Legion Condor« am 26. April 1937 zum 80. Mal. Es war das erste Flächenbombardement auf eine Stadt mit dem Ziel der völligen Zerstörung durch Spreng- und Brandbomben. Begleitet wurden die Bomber durch Jagdflugzeuge, die im Tiefflug Menschen und Fahrzeuge beschossen. Die Legion Condor wurde im Geheimen aufgebaut. Alle wichtigen Flugzeugtypen der deutschen Luftwaffe wurden in Spanien erprobt. Die Legion Condor war bis zum Ende des Krieges 1939 an allen entscheidenden Schlachten beteiligt. Bis 2005 war Mölders, ein Mitglied der Legion Condor, Namensgeber für Bundeswehreinheiten und -einrichtungen. Nach wie vor sind Straßen nach Mölders benannt und es gibt einen Gedenkstein in der Luftwaffenbasis in Neuburg. Bei unserem offenen Treffen zeigen wir den Film »Legion Condor – Vergangenheit und Gegenwart eines Kriegsverbrechens« und sprechen über den Umgang mit der Geschichte in der BRD.

Offenes Treffen | Mittwoch | 20. September 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Offenes Treffen am 19. Juli 2017: Wehrmachtstraditionen bei der Bundeswehr

Alljährlich am 20. Juli, dem Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Hitler, veranstaltet die Bundeswehr in Berlin ein öffentlichkeitswirksames Gelöbnis. Dass zahlreiche Akteur*innen der Widerstandsgruppe um Stauffenberg überzeugte Antisemit*innen oder in Kriegsverbrechen verstrickt waren, spielt dabei keine Rolle. Nach wie vor sind 26 Kasernen nach Personen mit NS-Bezug benannt. Das ist insofern konsequent, da die Bundeswehr nahezu ausschließlich von ehemaligen Wehrmachtsoffizieren aufgebaut wurde. Ein Erlass von 1982, dass die NS-Wehrmacht kein offizieller Traditionsbezug im Sinne der »Inneren Führung« sein könne, änderte nicht wirklich etwas am Selbstverständnis der Truppe. Nach dem Auffliegen einer neofaschistischen Zelle um einen Soldaten der deutsch-französischen Brigade wurden in der Presse einige Fragen gestellt, aus welchem Geist diese entstehen konnte. Auf unserem Offenen Treffen wollen wir diese Traditionslinien beleuchten. Es geht uns jedoch nicht um eine Entnazi­fizierung der Bundeswehr, sondern um ihre Abschaffung, da diese – egal welche Namen sie als Vorbilder benennt – in aggressiver Weise deutsche Großmachtinteressen vertritt.

Offenes Treffen | Mittwoch | 19. Juli 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Antimilitaristischer Protest bei Kirchentag

Am Freitag den 25.5.2017 protestieren Antimilitarist*innen mit einer Kletteraktion, während des Bittgottesdiensts, in der Berliner Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche gegen Kriegseinsätze und die Verstrickung der Kirche mit der Bundeswehr. Zwei Personen seilten sich mitten im Kirchenraum an dem Geländer der Empore ab und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift „War starts here“. Anlass für die Aktion war der Auftritt vom Militärbischof Rink und der Verteidigungsministerin von der Leyen während des Bittgottesdienstes beim evangelischen Kirchentag. Diese freuen sich in Zeiten steigenden Personalbedarfs über die gebotene Bühne, nicht nur von Kirchen, auch von Schulen. Damit legitimieren sie ihr weltweites Agieren und Töten.

Bericht bei Indymedia Linksunten

Offenes Treffen am 21. Juni 2017: Schnöggersburg abreißen

Vom 31. Juli bis 6. August 2017 findet das antimilitaristische War-Starts-Here-Camp am Gefechts-Übungszentrum (GÜZ) in Sachsen-Anhalt statt. Auf dem 230 Quadratkilometer großen Militär-Gelände wird Krieg mit hochgerüsteter Technik und lasersimulierten Waffensystemen geübt und vorbereitet. Ausgestattet und betrieben wird es vom Rüstungskonzern Rheinmetall. Deutsche Soldat*innen bereiten sich hier auf Auslandseinsätze in unterschiedlichen Regionen vor. Seit Jahren wird auf dem Truppenübungsplatz für 140 Millionen Euro die Bundeswehrübungsstadt Schnöggersburg gebaut, mit U-Bahn, Hochhäusern, künstlichem Fluss und Brücken. Anfang 2018 sollen dort die ersten deutschen und Nato-Truppen auf Kriegseinsätze in Städten vorbereitet werden. Das antimilitaristische Camp findet dieses Jahr zum sechsten Mal statt. Mit dem Camp soll das GÜZ als zentraler Ort der Kriegsvorbereitung sichtbar gemacht und mit unterschiedlichen Aktionen soll der »Normalbetrieb« – die gut geschmierte Kriegsmaschinerie gestört und blockiert werden. Diesmal geht es beim Camp vor allem darum, antimilitaristische und antirassistische Perspektiven zu entwickeln. Bei unserem offenen Treffen im Juni wollen wir über das GÜZ und das War-Starts-Here-Camp sprechen.

Offenes Treffen | Mittwoch | 21. Juni 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Offenes Treffen am 17. Mai 2017: Vernetzte Unsicherheit

Am 12. und 13. Juni findet in Berlin im Rahmen der diesjährigen G20-Präsidentschaft Deutschlands die G20-African-Partnership-Conference (G20-APC) statt. Das Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit ist an der Organisation der Konferenz maßgeblich beteiligt. Es geht bei der Konferenz um die »Stärkung der Beziehungen der G20 mit Afrika«. Ziele seien nachhaltiges Wachstum, Beschäftigung und Ernährungssicherheit. Afrika spielt für die G20-Staaten als Markt und vor allem als Rohstofflieferant eine wichtige Rolle. Ein gemeinsames Interesse der G20 ist die Abschottung gegen Geflüchtete, die weitere Militarisierung der Grenzen und die kapitalistische Ausbeutung Afrikas. Es findet eine Zusammenarbeit zwischen so genannter Entwicklungshilfe und dem Militär statt, wie zum Beispiel im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bundesverteidigungsministerium und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ unter dem Stichwort »Vernetzte Sicherheit«. Bei unserem offenen Treffen wollen wir uns mit der Frage beschäftigen wie die Themen der G20-APC mit den momentanen Einsätzen der Bundeswehr in Afrika zusammenhängen. Außerdem wollen wir auf die Mobilisierung gegen die G20-APC und die Anti-G20-Proteste in Hamburg eingehen.

Offenes Treffen | Mittwoch | 17. Mai 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Umbennungsaktion: Gegen militaristische Straßen-, Brücken- und U-Bahnhofnamen

Indymedia: „In der Nacht vom 12. zum 13. April 2017 haben wir mehrere Straßen in Berlin-Kreuzberg, die nach Militaristen benannt sind, mit neuen Namen versehen. Dazu haben wir die bestehenden Straßenschilder, die Admiral-Brücke und den U-Bahnhof Gneisenaustraße mit einem neuen Namensschild überklebt. Wir wollen mit der Aktion gegen den Militarismus im Straßenbild vorgehen. Namen wie Wrangel, Gneisenau und Adalbert stehen für den preußischen Militarismus, für Nationalismus und Krieg. August Neidhardt von Gneisenau und Friedrich von Wrangel waren preußische Generalfeldmarschälle, Heinrich Wilhelm Adalbert war Admiral und Oberbefehlshaber der preußischen Marine.“

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Offenes Treffen am 19. April 2017: Airbus zerschlagen

2014 wurde der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS umstrukturiert und in Airbus Group umbenannt. Wie EADS hat auch Airbus eine Militärsparte: Airbus Defence and Space (ADS). Damit wurde Europas zweitgrößter Rüstungskonzern geschaffen, an dem die BRD, Frankreich und Spanien beteiligt sind. Hauptaufgabe des Konzerns ist es, Satelliten, Militärflugzeuge und Drohnen zu produzieren, die die EU und BRD für ihre kriegerische Außenpolitik benötigen. Mit Satellitenprogrammen leistet ADS seinen Beitrag zur Militarisierung des Weltraums. Damit soll die operative Kriegsführung der Bundeswehr verbessert und eine unabhängige militärische Kommunikationsstruktur etabliert werden. Mit der Produktion des Eurofighter Typhoon und des Militärtransporters A400M soll die militärische Lufthoheit und die schnelle Truppenverlagerung garantiert werden. ADS erhielt 2016 den Zuschlag für die Entwicklung einer EU-Drohne, um die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU technologisch unabhängig von den führenden Drohnen­produzenten USA und Israel zu machen. Beim offenen Treffen wollen wir uns mit Airbus beschäftigen und über dessen Bedeutung für die kriegerische Außenpolitik der EU und Deutschlands diskutieren.

Offenes Treffen | Mittwoch | 19. April 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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