Offenes Treffen am 23. Juni 2021: Komm und sieh

Am 22. Juni 1941 – vor 80 Jahren – überfiel Nazi-Deutschland mit 3,6 Millionen Soldaten, 600.000 motorisierten Fahrzeugen, 7000 Geschützen und 2700 Flugzeugen die Sowjetunion. Am Ende des Krieges waren fast 27 Millionen Sowjetbürger tot. 11,4 Millionen davon waren Rotarmisten und 15,2 Millionen zivile Opfer. Darunter befanden sich 2,4 Millionen sowjetische Juden und 1 Million Menschen aus dem belagerten Leningrad. Wenigstens 500.000 Personen wurden als „Partisanen“ ermordet. Ungeheuerlich waren auch die materiellen Schäden: 1700 Städte und zehntausende Dörfer waren vollkommen zerstört. Daher waren 25 Millionen Menschen 1945 obdachlos und 1946 sollten noch zehntausende Sowjetbürger verhungern. In Erinnerung an diesen Überfall und seine Folgen zeigen wir bei unserem nächsten offenen Treffen den Film „Komm und sieh“ von Elem Klimov. Der Film zeigt am Beispiel des jungen Fljora eindrücklich die Verheerungen des Krieges in Weißrussland. Hinweisen möchten wir auch auf die Internetseite kontakte-kontakty.de/briefe-von-ns-opfern mit Erinnerungen ehemaliger Sowjetbürger. Nicht vergessen werden sollte, dass tausende Wehrmachtoffiziere, die für diese Verbrechen verantwortlich waren das personelle Rückgrat der 1955 gegründeten Bundeswehr bildeten.

Wir treffen uns vor dem NewYorck/Bethanien. Bringt Masken mit und achtet darauf, Abstände einzuhalten. Bei schlechtem Wetter gibt es auch die Möglichkeit, trocken zu bleiben


Offenes Treffen | Mittwoch | 23. Juni 2021 | 20 Uhr | Vor dem NewYorck (Bethanien) | Mariannenplatz 2a | Kreuzberg