Offenes Treffen am 31. März 2021: 150 Jahre Pariser Kommune

Im März 1871 wurde am Ende des Deutsch-Französischen Krieges die Pariser Kommune gegründet. Angehörige der unteren Klassen und Stände gründeten eine eigene Nationalgarde und gingen zur Selbstverwaltung über. Das Großbürgertum floh nach Versailles. Fabriken wurden vergesellschaftet, Mietzahlungen ausgesetzt. Ein Gemeinderat wurde in direkter Wahl gewählt und eine allgemeine Volksbewaffnung eingeführt. Die Kommunard*innen rückten jedoch nicht gegen Versailles vor. Überall in der Stadt gab es Barrikaden, Frauen kämpften in den ersten Reihen und gründeten ein eigenes Frauenbattaillon. Nach nur zwei Monaten wurde die Kommune durch die militärische Übermacht der Kaisertreuen zerschlagen. Preußen, eben noch Kriegsgegner Frankreichs, spielte hierbei die Rolle eines Kollaborateurs der französischen Reaktionäre. Dennoch gilt die Pariser Kommune bis heute weltweit als Vorbild für Rätedemokratien.

Auf unserem Offenen Treffen wollen wir uns an eine historische Einordnung der Geschehnisse heranwagen. Wir hören dazu ein Input-Referat und verschiedene Audiobeiträge. Außerdem werden wir Teile einer Ausstellung zur Commune zeigen. Wie kann verhindert werden, dass fortschrittliche Entwicklungen isoliert werden und die Feinde leichtes Spiel haben? Was können wir daraus für heute lernen?

Danach wollen wir miteinander über aktuelle Aspekte der Militarisierung unter den Bedingungen der Corona-Pandemie sprechen.

Unser Offenes Treffen soll, wenn möglich vor dem New Yorck stattfinden. Für schlechtes Wetter haben wir auch schon Ideen.

Wir wollen, dass sich alle vor einer Corona-Infektion sicher fühlen können. Tragt Masken und haltet physische Abstände zueinander ein!


Offenes Treffen | Mittwoch | 31. März 2021 | 19 Uhr | Vor dem NewYorck (Bethanien) | Mariannenplatz 2a | Kreuzberg

Wegen der drohenden Räumung der Meuterei am 25.03. haben wir entschieden, das offene Treffen am 31.03. und nicht am 24.03. zu machen.