Archiv für August 2020

Offenes Treffen am 16. September 2020: Mit Papier, Kleister und parlamentarischen Anfragen gegen die Verunsicherungsbehörden

Mit veränderten Werbepostern in den Verfassungsschutzbericht? Adbusting ist viermal Thema im Terrorabwehrzentrum? Wer jetzt an Ungarn oder Polen denkt, wird enttäuscht. Denn der Staatsschutz des LKA Berlin ermittelt gegen das Verändern von Werbepostern mit Hausdurchsuchungen und DNA-Proben, weil Adbusting die Bundeswehr »gar lächerlich« macht. Für diese politisch motivierte Strafverfolgung gibt es Rückendeckung aus der Politik. Der Berliner Staatsekretär Akmann rechtfertigt die Verfahren, denn es ginge um die Themenfelder »Antimilitarismus« und »Antirepression.« Doch Akmann ist nicht in der AfD, sondern SPD-Mitglied …

In der Veranstaltung zeigt die Soligruppe plakativ Adbusting aus den Themenfeldern »Antimilitarismus & Antirepression« und analysiert, warum ein paar Poster die Behörden so auf die Palme bringen. Außerdem berichtet sie über konkrete Repressionsfälle. Dazu erklärt die Soligruppe plakativ ihre Methoden der Recherche und der Öffentlichkeitsarbeit.

Offenes Treffen | Mittwoch | 16. September 2020 | 19 Uhr | Vor der Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

↗ Meute bleibt!

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF

Bericht und Fotos von Kundgebung gegen Crossmedia

Am 19. August 2020 fand in der Kohlfurter Straße 41 in Berlin-Kreuzberg eine Kundgebung unter dem Motto „Bundeswehr abschaffen – Weg mit Crossmedia!“ statt an der sich etwa 60 Menschen beteiligten. In der Kohlfurter Straße 41 befindet sich die Berliner Zweigstelle der Düsseldorfer Werbe-Agentur Crossmedia GmbH. Sie verdient prächtig an der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Crossmedia hat einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium zur Durchführung aller Maßnahmen zur so genannten Nachwuchsgewinnung. Mit der Kundgebung wurde ein weiteres Mal deutlich gemacht, dass Crossmedia im Kiez nicht willkommen ist.

» Kompletter Bericht von der Kundgebung
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Bundeswehr abschaffen – Weg mit Crossmedia!

Von der Bundesregierung werden Milliarden Euro für Rüstung und Militär ausgegeben, während Mittel im Bereich des Gesundheitswesens, der Bildung und beim Klimaschutz fehlen. Die Bundeswehr hat einen Jahresetat von 35 Millionen Euro nur für Werbung. Flächendeckend wird auf Plätzen, in U-und S-Bahnen und an Halterstellen um Nachwuchs geworben. Seit dem Aussetzen der Wehrpflicht im Jahr 2011 drängt die Bundeswehr verstärkt mit Werbung in die Öffentlichkeit. Die Düsseldorfer Werbeagentur Crossmedia GmbH mit Zweigstelle in der Kohlfurter Straße 41 in Berlin-Kreuzberg verdient prächtig an der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Crossmedia hat einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium zur Durchführung aller Maßnahmen zur „Nachwuchsgewinnung“. Crossmedia ist an der Bundeswehr-Werbekampagne „Mach was wirklich zählt“ beteiligt und produzierte unter anderem die ekelhaften Bundeswehr-Werbeserien „Die Rekruten“, „Mali“ und „KSK“.

Das von der Werbeagentur formulierte Ziel ihrer Kampagnen für die Bundeswehr lautet: „Wie bringt man jungen Menschen den Soldatenberuf näher und platziert die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber?“ Geworben wird mit Abenteuer, Abwechslung, Spaß und Weiterqualifizierung. Verschwiegen wird die eigentliche Aufgabe der Bundeswehr. Die Ausbildung zum Kriegseinsatz mit allen Folgen: Tod und töten müssen, posttraumatische Störungen von immer mehr Soldat*innen, und der weltweite Einsatz der Bundeswehr für geopolitische Interessen der deutschen Außenpolitik. Ob an Schulen, auf Messen oder im öffentlichen Raum, egal wo die Bundeswehr auftritt, stellen wir uns gemeinsam der Propaganda des Militärs entgegen! Kein Werben für Töten und Sterben!

War starts here – Let’s stop it here!
Der Krieg beginnt hier – vor unserer Haustür, wo sich die Bundeswehr im öffentlichen Raum breitmacht, wo Werbeagenturen sich neue Marketing-Konzepte für das Militär ausdenken, wo für den Krieg trainiert wird, wo Kriegstrateg*innen sich treffen und dort wo Kriegsgerät produziert wird. Rüstungskonzerne wie Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann machen steigende Gewinne mit immer mehr Rüstungsexporten in Kriegs- und Krisenregionen und damit auch mit dem Leid von Millionen von Menschen. Deutsche Waffen werden beim Krieg im Jemen eingesetzt und beim türkischen Angriffskrieg gegen die basisdemokratisch organisierte Bevölkerung in Rojava. Ende August findet in Kassel ein zentraler Aktionstag statt, denn die Stadt ist ein Hotspot der deutschen Rüstungsindustrie. Ab dem frühen Morgen und Vormittag des 28. August 2020 werden wir gemeinsam mit vielen Menschen die Rüstungsindustrie in Kassel blockieren. Zur Blockadeaktion in Kassel fährt aus Berlin ein Bus. Fahrkarten gibt es im Buchladen Schwarze Risse, in der Gneisenaustraße 2a in Kreuzberg.

Gemeinsam blockieren wir die Rüstungsindustrie. Für grenzenlose Solidarität gegen Krieg und Militarisierung!

Kommt am 19.08.2020 um 17 Uhr zur Kundgebung in die Kohlfurter Straße 41 in Berlin-Kreuzberg

Kundgebung gegen Prozess nach Protesten gegen Rheinmetall-Aktionärsversammlung

Heute hat der Prozess gegen drei Antimilitarist*innen in Berlin beim Amtsgericht stattgefunden, es gab aber kein Urteil, der Prozess wurde vertagt, weil ein Rheinmetall-Vertreter nicht da war. Nicht wir, sondern der Rüstungskonzern gehört auf die Anklagebank! #RheinmetallEntwaffnen

» Infos zum Prozess
» Website von Rheinmetall Entwaffnen