Archiv für November 2019

Veranstaltungsreihe: Kein Krieg beginnt hier – Sand ins Getriebe der Kriegsmaschine!

Die Bundeswehr und ihre Verbündeten ölen ihre Kriegsmaschinen. Die Bundeswehr zeichnet sich zum Beispiel verantwortlich für die Logistik für die regelmäßigen Nato-Truppentransporte ins Baltikum quer durch Deutschland und reaktiviert bereits aufgegebene Liegenschaften, um dort Munitionsdepots einzurichten. Gleichzeitig nimmt die Präsenz von Soldat*innen im öffentlichen Raum spürbar zu. Bei regelmäßigen Manövern der Bundeswehr mit und ohne Verbündete wird dafür geübt, dass die Kriegsmaschine reibungslos läuft. Teilweise wird die Bevölkerung dabei sogar in die Übungen mit einbezogen, um die übenden Truppen auf ihre Auslandseinsätze vorzubereiten.

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir uns einen Überblick über die militärische Infrastruktur in Deutschland verschaffen mit dem Ziel, Sand ins Getriebe der Kriegsmaschine streuen. Wir werden konkret Widerstandsformen aus dem Castor-Widerstand angucken und eine erfolgreiche Blockade eines Militärtransportes, um uns davon inspirieren zu lassen. Am Ende der Reihe steht ein gemeinsames Plenum, auf dem wir kommende Aktivitäten planen.

Eine Veranstaltungsreihe von AMAB, (nomadisches) Antikriegscafé, NoWar Berlin

27.11.19, 19:30 Uhr, RegenbogenKino (Lausitzer Straße 22)
Kein Krieg beginnt hier – Sand ins Getriebe der Kriegsmaschine! von Antikriegscafé. Bei der Veranstaltung werden die politischen und militärischen Hintergründe und Zusammenhänge der aktuellen NATO-Manöver, Truppenstationierungen in Osteuropa und der dafür benötigten Transporte aufgezeigt.

04.12.19, 19:30 Uhr, RegenbogenKino (Lausitzer Straße 22)
Militärtransporte blockieren: Ein historischer Rückblick mit besonderen Focus auf die Blockade 2008 gegen die Nato-Response-Force von der Antimilitaristischen Aktion Berlin (amab) und mila.

11.12.19, 19:30 Uhr, RegenbogenKino (Lausitzer Straße 22)
Trainstopping – Vortrag über Widerstandsformen am Beispiel des Widerstandes gegen Atomtransporte von Cécile.

18.12.19, 19:00 Uhr, Meuterei (Reichenberger Straße 58)
Offenes Treffen von NoWar. Das Treffen soll sich insbesondere mit Aktionen gegen Militär-Transporte beschäftigen und einen Ort für Vernetzung bereit stellen.

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Räumungs-Prozesstermin 23.01.2020: Meuterei bleibt!

Die Meuterei ist ein bedrohtes Kneipenkollektiv, sozialer Treffpunkt, Kiezkneipe, Ort für kollektive Arbeit, unser aller Wohnzimmer in der Reichenberger Straße 58 und seit Anfang Juni 2019 ohne Mietvertrag. Inzwischen wurde auch der Räumungs-Prozesstermin für Donnerstag, den 23.01.2020, 9:00 Uhr festgelegt.

Die Meuterei ist unser Ort. Seid vielen Jahren finden hier unsere offenen Treffen von NoWar Berlin statt. Meute bleibt! Alle bleiben!

Kommt zur Räumungs-Prozesstermin-Kundgebung
23.01.2020 | 9:00 Uhr | Landgericht | Tegeler Weg 17-21

» Weitere Infos: leutefuerdiemeute.blogsport.eu

Offenes Treffen am 18. Dezember 2019: Kein Krieg beginnt hier

Die Bundeswehr und ihre Verbündeten ölen ihre Kriegsmaschinen. Die Präsenz von Militär im öffentlichen Raum nimmt spürbar zu. Sei es, durch öffentliche Gelöbnisse, sei es, in dem EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen mit dem französischen Präsidenten Macron den Aufbau einer EU-Armee propagiert. Oder sei es die Nato, die mit ihrem Dauermanöver im Baltikum mit tausenden Soldat*innen auf die Krim-Krise reagiert und nächstes Jahr mit dem gleichen Zweck das größte Manöver seit Ende des Kalten Krieges unter dem Titel Defender 2020 durchführen will. Neben den vielen stattfindenden Manövern der Bundeswehr erhöht dies die Präsenz des Militärs auf öffentlichen Straßen- und Schienenwegen ungemein. Militärtransporte finden zum Beispiel regelmäßig zum GÜZ statt. Die BRD ist außerdem wichtige logistische Drehscheibe für die Verbündeten der Bundeswehr.

Mit diesem abschließenden offenen Treffen als Teil der gleichnamigen Veranstaltungsreihe wollen wir diskutieren, wie wir langfristig gegen Militärtransporte als Achillesferse der Kriegslogistik der Bundeswehr und ihrer Verbündeten aktiv werden können und Pläne schmieden, wie wir Sand ins Getriebe der Defender 2020 streuen können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 18. Dezember 2020 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

↗ Meute bleibt!

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF

26.11. Kundgebung gegen Berlin Security Conference

Am 26.11. treffen sich bei der Berlin Security Conference ranghohe Militärs, Vertreter*innen von Rüstungsunternehmen und verschiedene Kriegsminister*innen. Verhandelt wird dort über die Sicherheit und Zukunft von Menschen. Dieses Jahr ist das Schwerpunktland Italien. Das Italien, das Seenotretter*innen kriminalisiert und unter anderen für die Abschottung Europas steht. Und so ist es nur folgerichtig, dass auf der Konferenz Unternehmen wie Leonardo, das die Drohnen für Frontex herstellt, präsent sind. Doch auch deutsche Unternehmen wie Rheinmetall, mit dessen Waffen derzeit in Rojava gemordet wird, sind vertreten.

Auf der Konferenz treffen sich die Verantwortlichen für das Sterben im Mittelmeer, für die Festung Europa und für die Kriege die mit ihren Waffen und Armeen geführt werden.

Kundgebung gegen das Treffen
von Rüstungsindustrie, Politik und Militär
26.11.2019 | 17 Uhr | Landsberger Allee 106

Rheinmetall Entwaffnen Berlin

Crossmedia GmbH in Kreuzberg angegriffen

Quelle Indymedia: „‚Krieg beginnt hier‘ ist mehr als ein antimilitaristischer Slogan und trifft bei der Crossmedia GmbH genau ins Schwarze. Mit der rosa Fassade und den eingeschlagenen Scheiben des Kriegsprofiteurs und wichtigen Bausteins der Heimatfront senden wir solidarische Grüße nach Rojava! Auch in diese Richtung und nach einem neuen Bundeswehreinsatz schielt der deutsche Imperialismus derzeit. Wir wünschen allen Menschen dort und ihrem mutigen Widerstand viel Kraft!“

» Komplette Erklärung

Bericht mit Fotos vom Protest gegen das Bundeswehr-Gelöbnis

Am 12. November 2019 haben sich 100 Menschen an der Demonstration gegen die kriegerische Außenpolitik der BRD und den Angriffskrieg der Türkei gegen Rojava unter dem Motto „64 Jahre – Kein Grund zu feiern – Bundeswehr abschaffen“ beteiligt. Die Demonstration begann um 9 Uhr am Potsdamer Platz. Am Kriegsministerium und an der türkischen Botschaft gab es Zwischenkundgebungen. Die Berliner Polizei hatte eine Allgemeinverfügung erlassen und den Bereich um den Platz der Republik weiträumig abgesperrt. Es gab ein massives Polizeiaufgebot, inklusive Reiter*innen-Staffel und Hunden. Die Demo wurde durch die Polizei noch vor Ebertstraße Ecke Behrensstraße gestoppt – mehr als einen halben Kilometer vom Gelöbnis entfernt.

» Kompletter Bericht von Rheinmetall Entwaffnen Berlin
» Weitere Fotos von der Demo gegen das Gelöbnis
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