Archiv für Dezember 2018

Offenes Treffen am 16. Januar 2019: Shoah durch Erschießen

Kürzlich wurden faschistische Netzwerke in der Bundeswehr aufgedeckt. Nazis in der Bundeswehr sind kein Einzelfall und stellen auch keine neue Entwicklung dar. Ein Blick in die Geschichte zeigt die Kontinuitäten zwischen Wehrmacht und Bundeswehr. Die Bundeswehr ging aus der der Wehrmacht, der SS und sonstigen militärischen Organisationen Nazideutschlands hervor. Ab 1960 waren 12 360 NS-Offiziere und 300 Führer der Waffen-SS in ihr vertreten. Vor diesem Hintergrund und anlässlich des Holocaust-­ Gedenktages am 27. Januar wollen wir uns bei unserem offenen Treffen im Januar Teile des 2008 erschienenen Films »Shoah durch Erschießen« gemeinsam anschauen und darüber sprechen. Thema des Dokumentarfilms ist die Ermordung jüdischer Menschen in der Ukraine durch deutsche Erschießungskommandos. Es berichten Zeitzeug*innen und die heute noch vorhandenen Spuren dieser Verbrechen werden gezeigt. In der heutigen Ukraine liegen zwischen 1200 und 2000 Exekutionsstätten. In Osteuropa starben geschätzte zwei Millionen jüdischer Frauen, Männer und Kinder am Rande von Erschießungsgruben. Getötet durch Mitglieder von SS-Einheiten, Polizeibataillonen und der Wehrmacht.

Offenes Treffen | Mittwoch | 16. Januar 2019 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF

Antimilitaristischer Workshoptag: Bericht und Audiomittschnitt

Am 10. November 2018 – fast taggenau 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs – trafen sich 50 bis 60 Antimilitarist*innen, um auf einem von der Initiative NoWar Berlin organisierten Workshoptag in Berlin über „Antimilitaristische Perspektiven“ zu diskutieren. In zwei Phasen á drei Workshops diskutierten die Teilnehmer*innen über verschiedene aktuelle Aspekte und Konsequenzen von Krieg, Militarisierung, der kriegerischen Außenpolitik der BRD und die Rolle der Bundeswehr. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion mit Teilnehmer*innen von NoWar, dem (nomadischen) Antikriegscafé und dem Arbeitskreis Internationalismus aus Stuttgart, auf dem mit den Teilnehmer*innen Möglichkeiten antimilitaristischen Widerstands gegen den steigenden Militarismus unserer Zeit diskutiert wurden. Zwischen den Programmpunkten gab es genügend Raum und Zeit, sich bei lecker Kaffee, Keksen, Kuchen und Vokü der Küchen-Crew kennenzulernen, auszutauschen und Bündnisse zu schmieden.

Im folgenden dokumentieren wir die Ergebnisse der einzelnen Programmpunkte. Grundlage dafür bilden Zusammenfassungen, die nach jeder Workshopphase gegeben wurden.

» Bericht
» Audiomittschnitt der Abschlussdiskussion
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