Offenes Treffen am 15. März 2017: Gender und Militär

Das Militär ist nahezu weltweit ein extrem männlich dominierter Raum. Frauen* dürfen inzwischen auch in der deutschen Bundeswehr dienen, aber dies ändert nichts daran, dass das Militär ein Ort bleibt, an dem autoritäres und reaktionäres Denken (re)produziert wird. Männlichkeit und Kriegsführung wird häufig als »natürliche« Einheit betrachtet, während Frauen* als das friedliche Geschlecht gelten. Biologistische Betrachtungsweisen argumentieren mit einer angeblich größeren Aggressivität von Männern*. Frauen* werden demgegenüber als »schwach« und »schutzbedürftig« dargestellt. Feminist*innen haben die bipolaren Geschlechterrollen in Frage gestellt und deutlich gemacht, dass die Institution des Militärs eine wichtige Rolle bei der gesellschaftlichen Konstruktion von Männlichkeit spielt. In einem kurzen Input werden wir eine Einführung in die Analyse militärischen Denkens anhand von Gender geben und aufzeigen, inwiefern militärische Werte und Tätigkeiten als männlich* konnotiert betrachtet werden. Wir wollen bei unserem offenen Treffen im März über den Zusammenhang von Männlichkeit und Militär sowie Krieg und Patriarchat sprechen.

Offenes Treffen | Mittwoch | 15. März 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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