Archiv für Januar 2017

Offenes Treffen am 15. Februar 2017: Vom Töten leben

In der baden-württembergischen Kleinstadt Oberndorf hat das Rüstungsunternehmen Heckler & Koch seinen Sitz. Der deutsche Waffenproduzent gehört zu den fünf größten Gewehr- und Pistolenproduzenten weltweit. In Oberndorf stellen 700 Beschäftigte das Kriegsgerät her. Das G3 zählt zu den weltweit am weitesten verbreiteten Gewehren. Schätzungsweise zehn Millionen Stück sind global im Umlauf und werden in Kriegen und bewaffneten Konflikten eingesetzt. Das Unternehmen beliefert unter anderem Diktaturen wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit Waffen von Heckler & Koch werden Massaker begangen, wie im Jahr 2014 in Mexiko, als 43 Studierende von Polizisten und Mitgliedern von Drogenkartellen entführt und ermordet wurden. Das Unternehmen profitiert von der Aufrüstung in der EU. Frankreich hat kürzlich 100 000 Sturmgewehre bei Heckler & Koch in Auftrag gegeben. Wolfgang Landgraeber hat den Dokumentarfilm »Vom Töten leben« über Heckler & Koch gedreht, der 2016 erschienen ist. Bei unserem offenen Treffen sprechen wir über Heckler & Koch und zeigen den Dokumentarfilm.

Offenes Treffen | Mittwoch | 15. Februar 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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Videoclip: Antimilitaristischer Jahresrückblick 2016

2016 gab es bundesweit viele antimilitaristische Aktionen, unter anderem gegen die Präsenz der Bundeswehr auf Messen und an Hochschulen. Außerdem gab es Demonstrationen gegen die deutsche Kriegspolitik, wie zum Beispiel im Oktober in Berlin, bei der Tausende für den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen auf der Straße waren. Im April fand eine Demo gegen die »Königsbronner Gespräche« statt, die vom Reservistenverband und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik veranstaltet werden. Im Juni gab es ein Die-In bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung gegen die massive Präsenz der Bundeswehr und von Rüstungsunternehmen auf der Messe. Im Juli trafen sich Antimilitarist*innen beim War-Starts-Here Camp in der Nähe des Gefechtsübungszentrums in Sachsen-Anhalt. Mehrfach wurden Fahrzeuge der Bundeswehr und von Rüstungskonzernen abgefackelt. Im Dezember gab es in Stuttgart eine Demonstration gegen die Mandatsverlängerungen der Bundeswehr.

Das Video zeigt in chronologischer Reihenfolge antimilitaristische Aktionen, die im Jahr 2016 stattgefunden haben.