Offenes Treffen am 18. Januar 2017: Antimilitaristische Perspektiven

Innerhalb der Bewegung gegen Krieg und Militarisierung existieren unterschiedliche politische Positionen und Herangehensweisen. Ein antikapitalistischer Antimilitarismus stellt den Zusammenhang zwischen Kriegspolitik und kapitalistischer Produktionsweise her. Krieg und Militarismus sind verbunden mit der herrschenden Ordnung, da das Profit- und Konkurrenzprinzip zur gewaltsamen Expansion und Aneignung von Rohstoffen und Absatzmärkten führt. Der Kampf gegen den Krieg ist somit mit dem Widerstand gegen Staat und Kapital verbunden. Nicht alle Antimilitarist*innen begreifen sich zugleich als Pazifist*innen, denn Pazifismus beinhaltet vor allem die Gewaltfreiheit. Die Strömungen reichen vom bürgerlichen bis hin zum anarchistischen Pazifismus. Im Unterschied zum gewaltfreien Widerstand befürworten Teile der antimilitaristischen Bewegung auch den bewaffneten Kampf wie er beispielsweise von der kurdischen Befreiungsbewegung in Rojava geführt wird. Wir wollen uns beim offenen Treffen mit den verschiedenen Konzepten des Pazifismus und des Antimilitarismus beschäftigen und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutieren.

Offenes Treffen | Mittwoch | 18. Januar 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

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