Archiv für Dezember 2016

Antimilitaristische Kundgebung am 11. Januar 2017

Die „Bundesakademie für Sicherheitspolitik“ hat ihren Sitz im Schloss Niderschönhausen in Berlin-Pankow. Die 2004 dort hingezogene Akademie fungiert als „Think-Tank“, also Elitenschmiede und Stichwortgeberin der Bundeswehr. Zivile und militärische Mitarbeiter*innen feilen hier an der Bildung von Soldat*innen und der politischen Rechtfertigung von Kriegseinsätzen des deutschen Militärs. Mit dabei sind auch Bundestagspolitiker*innen der Grünen, SPD und sowie aus Presse, Wirtschaft und Universitäten, welche als „Beirat“ die BAKS fachlich und personell unterstützen. Gemeinsam wollen wir am 11.01. um 18 Uhr am S+U-Bahnhof Pankow auf diese militärische Kaderschmiede hinweisen. Ihre Propaganda für die skrupellose Durchsetzung deutscher wirtschaftlicher und geostrategischer Interessen in unserer Nachbarschaft lassen wir nicht unwidersprochen. Gemeinsam gegen Militarismus und Krieg!

11. Januar 2017 | 18 Uhr | S+U Pankow | Kundgebung gegen die Bundesakademie für Sicherheitspolitik

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Offenes Treffen am 18. Januar 2017: Antimilitaristische Perspektiven

Innerhalb der Bewegung gegen Krieg und Militarisierung existieren unterschiedliche politische Positionen und Herangehensweisen. Ein antikapitalistischer Antimilitarismus stellt den Zusammenhang zwischen Kriegspolitik und kapitalistischer Produktionsweise her. Krieg und Militarismus sind verbunden mit der herrschenden Ordnung, da das Profit- und Konkurrenzprinzip zur gewaltsamen Expansion und Aneignung von Rohstoffen und Absatzmärkten führt. Der Kampf gegen den Krieg ist somit mit dem Widerstand gegen Staat und Kapital verbunden. Nicht alle Antimilitarist*innen begreifen sich zugleich als Pazifist*innen, denn Pazifismus beinhaltet vor allem die Gewaltfreiheit. Die Strömungen reichen vom bürgerlichen bis hin zum anarchistischen Pazifismus. Im Unterschied zum gewaltfreien Widerstand befürworten Teile der antimilitaristischen Bewegung auch den bewaffneten Kampf wie er beispielsweise von der kurdischen Befreiungsbewegung in Rojava geführt wird. Wir wollen uns beim offenen Treffen mit den verschiedenen Konzepten des Pazifismus und des Antimilitarismus beschäftigen und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutieren.

Offenes Treffen | Mittwoch | 18. Januar 2017 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF

Offenes Treffen am 21. Dezember 2016: Antimilitaristischer Jahresrück- und Ausblick

2016 gab es in Berlin und bundesweit viele antimilitaristische Aktionen, unter anderem gegen die Präsenz der Bundeswehr auf Messen und an Hochschulen. Außerdem gab es Demonstrationen wie zum Beispiel im Oktober in Berlin, bei der Tausende für den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen auf der Straße waren. Die bundesweite Demo unter dem Motto »Fluchtursachen bekämpfen« in Nürnberg richtete sich gegen Kriege und Rüstungsexporte, die weltweit Menschen zur Flucht zwingen. Im April fand eine Demo gegen die »Königsbronner Gespräche« statt, die vom Reservistenverband und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik veranstaltet werden. Im Juni gab es ein Die-In bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung gegen die massive Präsenz der Bundeswehr und von Rüstungsunternehmen auf der Messe. Im Juli trafen sich Antimilitarist*innen beim War-Starts-Here Camp in der Nähe des Gefechtsübungszentrums in Sachsen-Anhalt. Bei unserem Treffen im Dezember wollen wir das vergangene Jahr aus antimilitaristischer Sicht Revue passieren lassen und gemeinsam über Aktionen im Jahr 2017 sprechen.

Offenes Treffen | Mittwoch | 21. Dezember 2016 | 19 Uhr | Meuterei | Reichenberger Straße 58 | Kreuzberg

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF