Archiv für Juni 2016

Antimilitaristische Videokundgebung am 20. Juli 2016

Bundeswehr abschaffen. Gegen Militärrituale und Krieg. Am 20. Juli 2016 findet das »Feierliche Gelöbnis« der Bundeswehr im Bendlerblock statt. Mehrere hundert Rekrut*innen leisten dabei den Eid, das »Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen«. Gelöbnisse sollen die Identifikation mit dem Militär stärken und dienen der Legitimierung der deutschen Kriegspolitik. Die Bundeswehr stellt ihre Kriege als Beitrag zur Stabilisierung von Staaten wie zum Beispiel Afghanistan dar. Tatsächlich ist sie weltweit im Einsatz zur Verteidigung der Interessen der deutschen Wirtschaft. Die Sicherung von Handelsrouten, der Zugang zu Ressourcen oder die Einflussnahme in geopolitisch wichtigen Regionen sollen mit militärischer Gewalt durchgesetzt werden. Etwa 3550 Soldat*innen beteiligen sich derzeit an Auslandseinsätzen, unter anderem in Afghanistan, Mali, dem Horn von Afrika und im Mittelmeer. Die Folgen der Militäreinsätze sind Zerstörung, Elend und tausende Tote.

Die Bundeswehr sucht für ihr mörderisches Geschäft permanent neuen Nachwuchs. Seit Ende 2014 betreibt sie einen so genannten Showroom in Berlin-Mitte. Mit dem Rekrutierungsladen will die Bundeswehr öffentlich Präsenz zeigen und Bewerber*innen anlocken. Wir nehmen das Gelöbnis zum Anlass, um gegen die fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft und die weltweiten Kriegseinsätze der Bundeswehr auf die Straße zu gehen. Wir rufen dazu auf, am 20. Juli 2016 an der antimilitaristischen Kundgebung vor dem Showroom der Bundeswehr teilzunehmen.

Neben Redebeiträgen, unter anderem zur kriegerischen Außenpolitik der BRD, wird es Bilder und Videoclips zum Widerstand gegen Militärrituale und Militarisierung geben. Unser monatlich stattfindendes Offenes Treffen werden wir am 20. Juli aus gegebenem Anlass auf die Straße vor den Bundeswehr Showroom verlegen.

Antimilitaristische Videokundgebung: 20. Juli 2016 um 18:30 Uhr
Bundeswehr-Showroom | Georgenstraße 24

War-Starts-Here-Camp 2016

Das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Altmark spielt als modernster Truppenübungsplatz Europas eine entscheidende Rolle für die Kriege der Nato-Staaten. Auf dem 230 Quadratkilometer großen Militär-Gelände wird Krieg mit hochgerüsteter Technik und lasersimulierten Waffensystemen geübt und vorbereitet. Deutsche Soldat*innen bereiten sich hier auf Auslandseinsätze in unterschiedlichen Regionen vor. Der Betreiber „Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark“ vermietet das Gelände an die Bundeswehr und die Armeen anderer Nato-Mitgliedsstaaten, ist Dienstleister der gesamten Technik und Logistik und leistet die Vorarbeit für die militärischen Analysen. Hier wird Krieg geübt, ausprobiert, vorbereitet. Wie in den vergangenen Jahren gibt es auch 2016 ein antimilitaristisches Camp in der Nähe vom GÜZ. Das GÜZ soll als zentraler Ort der Kriegsvorbereitung sichtbar gemacht und mit unterschiedlichen Aktionen soll der „Normalbetrieb“ – die gut geschmierte Kriegsmaschinerie gestört und blockiert werden. Außerdem ist das Camp ein Ort der Diskussion und des Austausches verschiedenster antimilitaristischer Aktivist*innen.

War-Starts-Here-Camp in Potzehne vom 25. bis 31. Juli 2016

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Antimilitaristische Aktion bei der ILA 2016

Am 3. Juni 2016 haben antimilitaristische Aktivist*innen vor dem Eingang zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) gegen die massive Präsenz der Bundeswehr und diverser Rüstungsunternehmen auf der Messe protestiert. Die ILA findet vom 1. bis 4. Juni 2016 am künftigen Flughafen Berlin Brandenburg (BER) statt. Auf einem 10 000 Quadratmeter großen Freigelände stellt die Bundeswehr ihr Kriegsgerät aus. In einem Pavillon wirbt sie zudem für eine Karriere bei der Bundeswehr.

» Indymedia-Beitrag zur Aktion mit Fotos