Offenes Treffen am 20. Januar: Deutsche Kriegspolitik in Syrien

Am 4. Dezember 2015 beschloss eine Mehrheit des deutschen Bundestages den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Syrien, an dem sich bis zu 1200 Soldat*innen beteiligen. Zum Einsatz gehört die Entsendung von Tornados zu Aufklärungszwecken, eines Tankflugzeuges und einer Fregatte. Mit dem Kriegseinsatz der Bundeswehr wird die militärische Eskalation in Syrien weiter vorangetrieben und das Leid der Zivilbevölkerung vergrößert. Durch die Bombardierungen der »Internationalen Koalition« sowie durch die Luftangriffe Russlands wurden im Irak und in Syrien bereits hunderte Zivilist*innen getötet. Syrien ist zum Brennpunkt geopolitischer Konflikte und Interessengegensätze geworden. Auch die BRD will im Kampf um politischen Einfluss in der Region nicht außen vor bleiben. Mit dem Kriegseinsatz kann die BRD sich, laut Markus Kaim vom Thinktank Stiftung Wissenschaft und Politik »als Gestaltungsmacht im Nahen und Mittleren Osten« profilieren. Bei unserem Treffen im Januar wollen wir über die Hintergründe des Kriegseinsatzes und die geostrategischen Interessen der unterschiedlichen Akteure in Syrien sprechen und darüber diskutieren, wie wir gegen die deutsche Kriegspolitik aktiv werden können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 20. Januar 2016 | 19 Uhr | Café Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg

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