Archiv für November 2015

Offenes Treffen am 16. Dezember: Antimilitaristischer Jahresrück- und ausblick

Im Jahr 2015 gab es verschiedene antimilitaristische Aktionen, gegen die kriegerische deutsche Außenpolitik, gegen Rüstung und den Werbefeldzug der Bundeswehr. Das War-Starts-Here-Camp am Gefechtsübungszentrum (GÜZ) ging in die vierte Runde. In Frankfurt am Main fanden im Rahmen von Blockupy Aktionen gegen die Rüstungskonzerne Diehl und ThyssenKrupp statt. Es gab bundesweit Proteste gegen den »Tag der Bundeswehr«. So wurde die Gorch Fock, das Bundeswehr-Segelschulschiff geentert und ein Transparent mit der Aufschrift »War starts here« gehisst. Am Bundeswehr-Showroom wurden mehrfach Zeichen gegen Rekrutierung und Präsenz der Bundeswehr im öffentlichen Raum gesetzt. Zuletzt wurde die Fassade des Showrooms komplett mit Farbe eingedeckt. Im November demonstrier­ten 300 Menschen gegen den »Großen Zapfenstreich« der Bundeswehr anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens. Bei unserem offenen Treffen im Dezember wollen wir aus antimilitaristischer Sicht auf das Jahr 2015 zurückblicken und uns verschiedene Aktivitäten in Berlin und anderen Orten ins Gedächtnis rufen. Außerdem wollen wir gemeinsam über mögliche Themen und Aktionen im neuen Jahr diskutieren.

Offenes Treffen | Mittwoch | 16. Dezember 2015 | 19 Uhr | Café Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF

Bericht zur Demo gegen den Zapfenstreich

Am 11. November 2015 beteiligten sich etwa 300 Menschen an der antimilitaristischen Demonstration unter dem Motto „60 Jahre Bundeswehr – Kein Grund zu feiern! Zapfenstreich abpfeifen – Bundeswehr auflösen“. Der „Große Zapfenstreich“ ist das wichtigste Zeremoniell der Bundeswehr. Es ist ein militärischer Massenaufmarsch mit Fackeln, Marschmusik, Gebet und Nationalhymne. Die Demo gegen dieses Militärspektakel startete gegen 17:40 Uhr am Rosenthaler Platz und zog in Richtung Brandenburger Tor. Nach der Beendigung der Demonstration wurden Teilnehmer*innen von der Polizei angegriffen, welche ein Transparent mit der Aufschrift „Was in Deutschland brennt, kann in Afghanistan keinen Schaden mehr anrichten“ beschlagnahmte.

» Indymedia-Beitrag zur Aktion mit Fotos
» Bericht der Solidaritäts-Partei auf Persisch

Bundeswehr Showroom angegriffen!

In der Nacht zum 9. November wurde der Showroom der Bundeswehr am Bahnhof Berlin Friedrichstraße mit Farbe angegriffen. „Mach, was wirklich zählt“, lautet das Motto einer massiven Rekrutierungskampagne, die seit Anfang November weithin sichtbar im öffentlichen Raum stattfindet. Slogans wie: „Krisenherde löschst du nicht mit Abwarten und Teetrinken. Mach was wirklich zählt“ prangen auf 30000 Postern und elf Millionen Postkarten und sollen so, eine Normalisierung von Krieg und dem Berufsbild Soldat*in legitimieren.

» Indymedia-Beitrag zur Aktion mit Fotos