Offenes Treffen am 15. Juli: Psychologische Kriegsführung

Der Psychologie werden im gesellschaftlichen Mainstream vorwiegend »helfende« Eigenschaften zugeordnet, wobei nicht nur deren systemstabilisierendes Potenzial übersehen wird, sondern ganz konkret auch die vielseitigen Verstrickungen mit der Bundeswehr. Wenig bekannt sind ihre Beziehungen zum Bereich der psychologisch-psychotherapeutischen Versorgung und Forschung. Beispiele dafür sind psychologische Strategien in der Kriegsmobilisierung der Bevölkerung, direkt bei der Bundeswehr angestellte Psycholog*innen für Werbekampagnen, psychologische Kriegsführung sowie psychologische Vorbereitung und Nachsorge von Soldat*innen, Forschungsaustausch und -finanzierung sowie Kooperationsverträge zwischen der Bundeswehr und der Bundespsychotherapeutenkammer zur zivilen Behandlung von Soldat*innen mit dem Ziel erneuter Einsatzfähigkeit in Kriegen.

Bei unserem offenen Treffen im Juli sprechen wir über die Verstrickungen und Kooperationen zwischen der Bundeswehr und dem Bereich der psychologisch-psychotherapeutischen Versorgung und Forschung und diskutieren, wie wir dagegen aktiv werden können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 15. Juli 2015 | 19 Uhr | Café Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg

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