Archiv für März 2015

Bundeswehraufritt im BIZ gestört

Am 26. März 2015 haben Antimilitarist*innen eine Veranstaltung der Bundeswehr im Berufsinformationszentrum in der Charlottenstraße 87 in Berlin gestört. Bereits vor dem Eingang zum Veranstaltungsraum hatten sich Securities von der Arbeitsagentur positioniert. Der Vortrag des Bundeswehroffiziers wurde unterbrochen, es wurden Flyer an die etwa zwölf anwesenden, überwiegend jugendlichen, Teilnehmer*innen verteilt. Es wurde ein Transparent mit dem Spruch „Kein Werben fürs Töten und Sterben – Bundeswehr raus aus BIZ und Jobcentern“ ausgebreitet und über Megafon ein Beitrag gegen den Auftritt der Bundeswehr abgespielt. Die Securities kamen gleich zu Beginn der Aktion in den Raum, drängten die Antimilitarist*innen hinaus und drohten damit die Polizei zu rufen. Es wurden im Raum und auf dem Weg aus dem Jobcenter viele kleine Schnipsel mit dem Slogan „Kein Werben fürs Töten und Sterben“ geworfen.

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Offenes Treffen am 15. April: Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus!

Am 8. Mai 1945 wurde ganz Europa von der faschistischen Herrschaft befreit. Nur wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde von Bundeskanzler Konrad Adenauer die Wiederbewaffnung der BRD vorangetrieben. Am 5. Mai 1955 wird die Bundeswehr gegründet, am 9. Mai 1955 tritt die BRD der Nato bei. Eine maßgebende Rolle beim Aufbau der Bundeswehr spielten Generäle und hohe Offiziere der Wehrmacht wie Adolf Heusinger und Hans Speidel. Heusinger war besonderer Vertrauter Hitlers und als Leiter der Operationsabteilung des Heeres an der Planung und Durchführung der Überfälle auf verschiedene Länder führend beteiligt. Am 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus plant die Bundeswehr eine »rauschende Nacht« anlässlich des 60. Jahrestages des Beitrittes der BRD zur Nato. In Berlin will sie am 9. Mai einen »Ball des Heeres« veranstalten.

Bei unserem offenen Treffen im April sprechen wir über die Wiederbewaffnung der BRD nach 1945 und die Kontinuitäten von Wehrmacht und Bundeswehr. Außerdem wollen wir gemeinsame Aktivitäten rund um den Tag der Befreiung besprechen.

Offenes Treffen | Mittwoch | 15. April 2015 | 19 Uhr | Café Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg

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Bundeswehr-Showroom markiert

Am 14. März 2015 hat eine Gruppe Antimilitarist*innen den „Showroom“ der Bundeswehr in Berlin-Mitte aufgesucht. Mit verschiedenen Aktionen wurde der Protest gegen den Rekrutierungsladen zum Ausdruck gebracht. Die Hinweisschilder im S-Bahnhof Friedrichstraße, die mit dem Slogan „Wir. Dienen. Deutschland.“ den Weg zum Showroom anzeigen, wurden in „Krieg. Beginnt. Hier.“ umgeändert. Um deutlich zu machen, dass die Bundeswehr für Tod und Zerstörung verantwortlich ist, wurden blutrote Stiefelabdrücke auf den Boden gesprüht, welche vom Showroom ausgehen. Außerdem stellten Antimilitarist*innen einen Sarg vor das Schaufenster des Bundeswehr-Ladens, um zu unterstreichen, dass die Bundeswehr Menschen sucht die andere töten und bereit sind selbst getötet zu werden. Tausende kleine Papierschnipsel mit dem Slogan „Kein Werben fürs Sterben“ und „Krieg beginnt hier“ flatterten vor dem Showroom in der Georgenstraße und im S-Bahnhof Friedrichstraße durch die Luft. Passant*innen wurden mit Flyern über die Aktion informiert.

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