Archiv für Februar 2015

Offenes Treffen am 18. März: Bundeswehr in Jobcentern

Die Bundeswehr betreibt einen großen finanziellen Aufwand um Nachwuchs zu rekrutieren. Dazu gehören Schulbesuche, Stände auf Messen, Auftritte im Jobcenter und in Arbeitsagenturen. Die Bundeswehr bietet bundesweit regelmäßig Veranstaltungen in Berufsinformationszentren (BIZ) an. Das BIZ ist eine Einrichtung der Arbeitsagentur, in der über Ausbildung, Studium und Beruf informiert wird. Jobcenter fordern junge Menschen dazu auf, an den Werbeveranstaltungen der Bundeswehr teilzunehmen. Die Arbeitsagenturen unterstützen die Bundeswehr direkt bei der Suche nach neuen Freiwilligen für Kriegseinsätze. Die Schwierigkeiten vieler Jugendlicher Ausbildungsplätze und Jobs zu finden und der massive Druck, der auf Erwerbslose ausgeübt wird, spielen der Bundeswehr in die Hände. Sie lockt mit materieller Absicherung und »Karriereperspektiven«. Soldat*in ist aber kein normaler Beruf. Es ist eine Ausbildung zum Töten und getötet werden. Gegen die Werbeversuche der Bundeswehr gibt es immer wieder Protestaktionen.

Bei unserem offenen Treffen im März sprechen wir über das Thema Bundeswehr in Jobcentern und tauschen uns aus wie wir dagegen aktiv werden können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 18. März 2015 | 19 Uhr | Café Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg

» Flyer fürs of­fe­ne Tref­fen als PDF

Deutsche Kriegspolitik – Antimilitaristische Mobilisierung und Perspektiven

Am 27. und 28. März 2015 sollen zum dritten Mal die „Königsbronner Gespräche“ stattfinden, eine vom Reservistenverband, dem Bundeswehrbildungswerk und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik ausgerichtete „Sicherheitskonferenz“ im schwäbischen Hinterland (Landkreis Heidenheim). Federführend bei der Veranstaltung ist der CDU-Mann, Oberst a.D. und Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Heidenheim-Aalen, Roderich Kiesewetter. Die „Königsbronner Gespräche“ waren in der Vergangenheit Anlaufpunkt diverser hochrangiger Vertreter*innen aus Politik und Militär. Nach dem Auftritt von Thomas de Maizière 2013 war im letzten Jahr Ursula von der Leyen eine der Referent*innen. Im letzten Jahr gab es erstmals überregionale Proteste von Antimilitarist*innen aus Süddeutschland gegen das Treffen. Am Roten Abend wird Marcel Kallwass über die Rolle der Königsbronner Gespräche in der der bundesdeutschen Militärstrategie berichten. Außerdem geht es um die Ausweitung des Widerstands. Zudem gibt es einen kurzen Input zur lange Zeit wenig beachteten Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin-Pankow. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Berliner Initiative NoWar, die kurz über ihre bisherige antimilitaristische Arbeit und die weiteren Perspektiven berichten wird. Eine Veranstaltung mit NoWar und Marcel Kallwass

Roter Abend: Mittwoch, 04. März 2015 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain