Offenes Treffen am 15. Oktober: Städte im Fadenkreuz des Militärs

Kriegshandlungen in urbanen Gebieten sind für das Militär von zunehmend wichtiger Bedeutung. Die militärische Ausbildung wird deshalb nach diesen Anforderungen ausgerichtet und die Rüstungsindustrie entwickelt das entsprechende Kriegsgerät. Im Jahr 2003 hat die Nato ihr Strategiepapier „Urban Operations in the Year 2020“ veröffentlicht. Die Nato-StrategInnen sehen eine wachsende Gefahr, da durch die „Slums und Armut in den Städten Spannungen entstehen, die möglicherweise zu Aufständen, zivilen Unruhen und Bedrohungen für die Sicherheit führen, die die Intervention der örtlichen Behörden notwendig machen.“ Die Aufrechterhaltung einer Wirtschaftsordnung, die zu einer steigenden Verelendung führt, erfordert für die Herrschenden ein umfassendes militärisches Krisenmanagement. Dabei spielt auch die zivil-militärische Zusammenarbeit und die Verwischung der Grenzen zwischen Polizei und Militär eine wichtige Rolle.

Bei unserem offenen Treffen im Oktober wollen wir uns mit dem Thema Krieg in städtischen Gebieten auseinandersetzen und die Protestaktionen gegen die „International Urban Operations Conference“ vorbereiten, die vom 20. bis 22. Oktober in Berlin stattfindet.

Offenes Treffen | Mittwoch | 15. Oktober 2014 | 19 Uhr | Café Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg

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