Offenes Treffen am 18. Juni: Militärspektakel entgegentreten

Das jährliche Bundeswehr-Gelöbnis am 20. Juli ist mittlerweile das zentrale Militärritual der BRD. Militärische Rituale haben eine wichtige Herrschaftsfunktion für jeden Nationalstaat. Die Rolle des Militärs in der Gesellschaft soll damit gefestigt werden. Seit 1996 wurde das »Öffentliche Gelöbnis« mit Inszenierungen vor dem Charlottenburger Schloss, dem Roten Rathaus und dem Bendlerblock in Berlin fest etabliert. 2010 fand das Gelöbnis zum ersten Mal vor dem Reichstag statt. Mit großem Polizeiaufgebot wurde jeweils die gesamte Umgebung weiträumig abgesperrt. Immer wieder gab es Demonstrationen und phantasievolle Aktionen gegen das Gelöbnis. 1999 konnten trotz schärfster Sicherheitsvorkehrungen Protestierende das Gelöbnis während des »feierlichen Schwures« stören, indem sie zwischen den Fahnen der gelobenden Rekruten hin und her rannten. Auf Transparenten und Regenschirmen war »Tucholsky hat Recht« zu lesen.

Bei unserem offenen Treffen im Juni werden die Funktion des Gelöbnisses und die Proteste gegen das Militärritual Thema sein. Außerdem wollen wir darüber sprechen, wie wir unseren Protest gegen das Gelöbnis am 20. Juli in Berlin zum Ausdruck bringen können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 18. Juni 2014 | 19 Uhr | Café Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg

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