Archiv für Juni 2013

Offenes Treffen am 17. Juli zu Syrien und den kurdischen Gebieten

In Syrien leben etwa 3,5 Millionen KurdInnen. Sie haben in ihrer Region – Westkurdistan – damit begonnen Selbstverwaltungsstrukturen aufzubauen. In vielen Städten hat die kurdische Bevölkerung die staatlichen Institutionen besetzt und die Kontrolle vom Assad-Regime übernommen. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die Partei der Demokratischen Union (PYD), als stärkste kurdische Organisation. Sie hat Volkskomitees und Volksräte organisiert, sie verfügt über eigene Verteidigungskräfte und genießt großes Vertrauen in der Bevölkerung. Es kommt immer wieder zu Kämpfen zwischen kurdischen »Volksverteidigungseinheiten« (YPG) und der Freien Syrischen Armee (FSA). Die PYD ist Teil des Nationalen Koordinationskomitee für Demokratischen Wandel, einem Bündnis linker syrischer Organisationen, das gegen das Assad-Regime, gegen religiösen Fundamentalismus und gegen eine ausländische Militärintervention kämpft.

Bei unserem offenen Treffen im Juli wollen wir uns mit der Situation der KurdInnen in Syrien beschäftigen und laden dazu AktivistInnen ein, die sich im kurdischen Befreiungskampf engagieren.

Offenes Treffen | Mittwoch | 17. Juli 2013 | 19 Uhr |
Café Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg

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Bericht mit Fotos von Demo gegen Obama-Besuch

Am Montag, den 17. Juni 2013 beteiligten sich mehrere hundert Menschen an einer Demonstration gegen den Staatsbesuch von US-Präsident Obama. Die DemonstrantInnen stellten sich gegen den Einsatz von Kampfdrohnen und gegen die drohende imperialistische Intervention in Syrien. Außerdem wurde Solidarität mit den Whistleblowern Bradley Manning und Edward Snowden gezeigt. Von der Bühne gab es auch einen Redebeitrag der NoWar-Initiative zur Kriegspolitik der BRD und dem GÜZ bei Magdeburg.

Fotos von der Demo
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Demonstration gegen den Obama-Besuch

Am 18. und 19. Juni findet der erste offizielle Staatsbesuch von US-Präsident Obama in Berlin statt. Am 19. Juni wird er vor mehreren tausend geladenen Gästen vor dem Brandenburger Tor eine Rede halten. Deshalb wird bereits ab dem 14. Juni ein Sicherheitsbereich am Brandenburger Tor eingerichtet. Ein Bündnis aus Friedensinitiativen organisiert eine Demonstration anlässlich des Obama-Besuchs. Die US-Politik hat sich unter Obama überhaupt nicht verändert. Sie ist weiterhin von Krieg, Repression, Rassismus und Sozialabbau geprägt. Wir nehmen diesen Staatsbesuch zum Anlass, um unsere Kritik gegen die aggressive imperialistische Politik der USA, der BRD, der Nato und der Europäischen Union auf die Straße zu tragen.

Demonstration | 17. Juni 2013 | 17 Uhr | Berlin | Bertold-Brecht-Platz


Aufruf

Offenes Treffen am 19. Juni zum GÜZ

In der Altmark bei Magdeburg liegt der größte und modernste Truppenübungsplatz Europas. Auf dem Gelände des Gefechtsübungszentrums (GÜZ) soll eine Kulissenstadt entstehen. Ab 2017 sollen SoldatInnen dort die Aufstandsbekämpfung in urbanen Zentren trainieren. Es wird eine künstliche Stadt aus insgesamt 520 Gebäuden errichtet, inklusive U-Bahn-Stationen, Elendsviertel, einem Fluss und Brücken. Antimilitaristische AktivistInnen haben bereits verschiedenste Protestaktionen gegen das GÜZ organisiert, unter anderem wurde das Gelände geentert und mit antimilitaristischen Parolen farblich markiert. 2013 wird es vom 21. bis 29. Juli wieder ein WarStartsHere-Camp geben.

Die Initiative NoWar Berlin engagiert sich gegen Krieg, Aufrüstung und die immer weiterrei-chende Militarisierung im Innern sowie im Äußeren. Unser offenes Treffen findet monatlich statt, diesmal ist unser Thema das GÜZ und das WarStartsHere-Camp. Wir wollen mit AktivistInnen, die das antimilitaristische Camp vorbereiten, über die im Juli geplanten Aktionen sprechen und gemeinsam überlegen wie wir uns in die Mobilisierung einbringen können.

Offenes Treffen | Mittwoch | 19. Juni 2013 | 19 Uhr | Café Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg

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Antimilitaristische Aktion auf Messe

Heute am 6. Juni 2013 fand die Fachmesse für Ausbildung und Studium „Vocatium“ in der STATION-Berlin in der Nähe des U-Bahnhofes Gleisdreieck statt. Auf der Messe, die von Tausenden SchülerInnen besucht wird, hatte auch die Bundeswehr einen größeren Informationsstand, direkt neben den Ständen der Bundespolizei, des BKA, des BND und der Berliner Polizei. Eine Gruppe AntimilitaristInnen wollte die Bundeswehr nicht ungestört ihre Propaganda verbreiten lassen.

Dazu wurde der Stand als Tatort von der antimilitaristischen Spurensicherung mit einem rot-weißen Band abgesperrt. Mit Schutzanzug, Mundschutz, Schutzhaube und Schuhüberziehern ausgerüstet wurde Beweismaterial markiert und fotografiert. Die entsprechenden Gegenstände bekamen Spurennummern. Es wurden auch Flugblätter verteilt, in denen auf die Rolle der Bundeswehr als international agierende Mörderbande aufmerksam gemacht wurde. Außerdem gab es Durchsagen zur Aktion per Megafon.

Bereits nach kurzer Zeit war der Sicherheitsdienst zur Stelle und wollte die Aktion beenden. Nachdem eine Aktivistin vom Sicherheitspersonal aus der Halle gezerrt wurde, verließen alle AktivistInnen gemeinsam das Messegelände. Zu Personalienfeststellungen kam es nicht.
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