Archiv für September 2012

Antimilitaristischer Stadtrundgang

Der antimilitaristische Stadtrundgang wird im September im Rahmen der
Aktionswoche „Für militärfreie Bildung und Forschung“ (24.-29.9.) stattfinden. Jugendoffziere der Bundeswehr leiten sicherheitspolitische Seminare in den Schulen an, Rüstungsfirmen finanzieren Stiftungsprofessuren an Universitäten, Forschungsergebnisse ziviler Hochschulen werden auch für militärische Zwecke genutzt, Hochschulstudien werden von der Bundeswehr gefördert. Die Bundeswehr versucht zunehmend in Schulen und Universitäten Einfluss zu nehmen, um Personal zu rekrutieren und an derAkzeptanz für Bundeswehreinsätze zu arbeiten. Auf dem Rundgang wollen wir an einige Orte gehen, um die zunehmende militärische Durchdringung von Bildung und Forschung zu veranschaulichen. Angesichts des im August gefällten Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts, der erstmals der Bundeswehr den Gebrauch militärischer Waffen im Inlandseinsatz erlaubt, möchten wir auch diesen Ausdruck von Militarisierung und den damit einhergehenden Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte auf dem Rundgang thematisieren.

Samstag, den 29.9.2012, Startpunkt: 14 Uhr Berlin-Mitte: Bodestr./ Friedrichbrücke, zwischen Berliner Dom und Nationalgalerie.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Camp „War starts here“ in der Altmarkt

Im Rahmen der antimilitaristischen Kampagne War starts here – Krieg beginnt hier findet vom 12. bis 17. September 2012 ein Camp in der Altmark (Sachsen-Anhalt) statt.
Rund um das dortige „Gefechtsübungszentrum“ (GüZ) sind Aktionen geplant. Europas größter Truppenübungsplatz wird privatwirtschaftlich vom „Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark“ betrieben und an Bundeswehr und andere NATO-Armeen vermietet. Die Militärs proben dort für neue Kriege mit neusten Waffenystemen (Panzer, Luft- und Bodenraketen, …) sowie Krieg in Städten und Aufstandsbekämpfung. Mitten in Deutschland wird bei Manövern sowie logistisch und analytisch Krieg geprobt und vorbereitet.

Infos: Camp | Aktionstag (15.9.) | Anti-Kriegs-Aktionen (Hamburg)

Veranstaltung: Krieg in Syrien – Volksaufstand oder Destabilisierung?

Der »arabische Frühling« begann vielversprechend: In Tunesien und Ägypten gingen Tausende auf die Straße – gegen ihre repressiven Regierungen und für soziale Gerechtigkeit. Doch der Aufbruch währte nicht lange: In Kairo teilen sich heute der reaktionäre Militärrat und die islamistische Muslimbruderschaft die Macht, in Bahrain schlugen saudi-arabische Panzer den Volksaufstand nieder und Libyen wurde durch westlicher Armeen auf das Niveau eines »Failed States« gebombt.

Danach kam Syrien: Was als Protestbewegung begann wurde schnell zum Bürgerkrieg. Für die Linke hierzulande stellt sich die Situation unübersichtlich dar: Ist der Sturz des Assad-Regimes im Sinne der Bevölkerung Syriens oder doch von außen gesteuert? Welche Kräfte sind die Bestimmenden innerhalb der Opposition? Was sind die Interessen der imperialistischen Hauptmächte und wie versuchen sie diese durchzusetzen?

Diese und weitere Fragen wollen die Antifaschistische Linke Berlin [ALB] und die Antifaschistisch Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB) mit Martin Glasenapp (Medico International), Karin Leukefeld (Journalistin) und Tobias Pflüger (Informationsstelle Militarisierung) diskutieren

17. September | 19 Uhr | SO 36 | Oranienstrasse 190