Zehn Jahre Krieg in Afghanistan!

Seit zehn Jahren führt die Nato Krieg in Afghanistan. Am 7. Oktober 2001 begannen die US-Streitkräfte mit der Bombardierung Afghanistans. Die Bundeswehr beteiligt sich seit Ende 2001 an dem Kriegseinsatz. Die Bevölkerung leidet unter Bombardierungen, Folter, Elend und Zerstörung. Die BRD ist der drittgrößte Truppensteller und damit eine zentrale Stütze des Krieges. Deutsche Truppen sind an Kriegsverbrechen wie in Kundus 2009 beteiligt. Für Ressourcen, wirtschaftlichen und politischen Einfluss in der geostrategisch wichigen Region geht die Bundeswehr über Leichen. Wir fordern den sofortigen Abzug der Bundeswehr und der Nato und sind solidarisch verbunden mit der afghanischen Bevölkerung und den linken und fortschrittlichen Kräften wie RAWA und der Solidaritäts-Partei Afghanistan. In Berlin wird es am 8. Oktober eine von der Friko Berlin organisierte Aktion geben. Wir rufen dazu auf sich daran zu beteiligen.

Protestmarsch zum Kanzleramt
08.10.2011 | 13 Uhr | Potsdamer Platz


Aufruf zum Protestmarsch von der Friko Berlin
10 Jahre Krieg in Afghanistan, Truppen abziehen, sofort und bedingungslos!

Vor 10 Jahren überfielen die USA und ihre Verbündeten Afghanistan. Der Anschlag am 11. September 2001 diente als Vorwand für diesen Angriff. Sie nennen ihn „Krieg gegen den Terror“. In Wirklichkeit ist es ein Krieg, um die Öl- und Gasquellen und Transportwege im Nahen und Mittleren Osten zu kontrollieren. Seit zehn Jahren stehen deutsche Truppen am Hindukusch und sind auch an Kriegsverbrechen, wie z.B. in Kundus, beteiligt.
Die Bilanz des Krieges ist eindeutig: Jahr für Jahr steigende Opferzahlen, insbesondere unter der afghanischen Zivilbevölkerung, zerstörte Infrastruktur, verseuchte Gebiete durch den massiven Einsatz von Uranmunition, Armut und wachsende Gewalt gegen Frauen.
Immer mehr Soldaten werden verletzt und getötet.
Die Fortsetzung des Kriegseinsatzes wird von der Bundesregierung mit „ziviler Aufbauhilfe“ gerechtfertigt. Doch wer profitiert? Die afghanische Wirtschaft wurde zerstört. 90 % der „Aufbauhilfe“ wandern in die Taschen westlicher „Wiederaufbaukonzerne“.
„Die NATO sät täglich neuen Hass“, schreibt der Politikwissenschaftler Dr. Matin Baraki.
„Würden die Menschen in den NATO- Ländern nur einen Bruchteil dessen wissen, was die westliche Soldateska am Hindukusch verursacht, so würde eine Antikriegsbewegung wie in der Zeit des US-Krieges gegen Vietnam entstehen.“
Während nach Berechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung der Einsatz der Bundeswehr bei einem Abzug ab 2013 die Steuerzahler 36 Milliarden Euro kostet (zur Freude der Rüstungsindustrie), treibt die neoliberale Wirtschafts- und Finanzpolitik immer mehr Menschen in die Armut. Diejenigen, die im eigenen Land Menschrechte durch Sozial- und Demokratieabbau immer massiver einschränken, erdreisten sich, anderen Ländern „Menschenrechte“, „Demokratie“ und „Freiheit“ zu predigen.
In den neuen verteidigungspolitischen Richtlinien steht: „Die Bundeswehr soll den freien und ungehinderten Welthandel sowie den freien Zugang zur Hohen See und zu natürlichen Ressourcen ermöglichen.“ Das ist die Freiheit, die sie meinen! Und diese Freiheit droht der „Verteidigungs“minister de Maizière bald auch anderen Ländern zu bringen; mögliche Einsatzgebiete seien: Pakistan, Jemen, Somalia oder Sudan. Und weil sie dazu immer mehr freiwillige Soldaten benötigen, wirbt die Bundeswehr immer massiver in Job-Centern, Schulen und selbst schon in Kindergärten!

Bundeswehr raus aus Afghanistan!
Militär raus aus den Schulen!
Keinen Euro mehr für Krieg und Militär!