Offenes Treffen am 1. Dezember 2021: Nazistrukturen in der Bundeswehr

In den letzten Jahren häuften sich die Berichte über faschistische Machenschaften in der Bundeswehr. Munition und Waffen wurden bergeweise gehortet, Wehrsportübungen abgehalten. Es sind nicht nur Einzelfälle, wie lange behauptet wurde, sondern organisierte Netzwerke mit Verbindungen zu rechten Politiker*innen. Sie nennen sich Nordkreuz oder Uniter. Eine Kompanie der Killer-Spezialeinheit KSK wurde wegen allzu offensichtlicher Verstrickungen aufgelöst. „Feindlisten“ mit politischen Gegner*innen, darunter vielen Linken, wurden erstellt, um sie an einem „Tag X“ im Krisenfall zu internieren und zu töten. All dies ist den Behörden bekannt, doch eine systematische Zerschlagung dieser Strukturen erfolgte nicht. Der Korpsgeist in uniformierten, bewaffneten Organen trägt dazu bei.

Wir wollen uns einen Film zu diesem Thema ansehen und diskutieren, ob das eine Bedrohung der Demokratie durch eine extrem rechte Verschwörung ist oder nicht doch eher auf eine Herrschaftsreserve hinweist, die im Krisenfall gerade den bestehenden Staat und die ihm zugrundeliegende kapitalistische Produktionsweise mit faschistischen Mitteln um jeden Preis erhalten will. Wie kann eine fortschrittliche, antimilitaristische Linke auf diese Bedrohung politische Antworten finden?

Wir treffen uns nach der 3G-Regel. Es ist möglich, vor Ort einen Corona-Selbsttest zu machen. Bitte tragt Masken und achtet darauf, Abstände einzuhalten. Bringt bitte eine E-Mail-Adresse mit, damit wir Euch im Falle einer Corona-Infektion informieren können!


Offenes Treffen | Mittwoch | 1. Dezember 2021 | 19 Uhr | NewYorck (Bethanien) | Mariannenplatz 2a | Kreuzberg

24.11.: Demo gegen Kriegskonferenz! Weg mit der BSC!

Am 24. und 25. November treffen sich Kriegstreiber*innen und Waffenlieferant*innen, sowie hochrangige Militärfunktionär*innen und Politiker*innen zum Strategieaustausch auf der Berlin Security Conference. Die BSC wird vom Behörden Spiegel organisiert und findet im Andel’s-Hotel in der Landsberger Allee 106 statt. Wir sagen: Keine Kriegskonferenz in unseren Vierteln!

Antimilitaristische Demo gegen die Kriegskonferenz
24.11.2021 * 18 Uhr * Boxhagener Platz * Aufruf

Antimilitaristische Demo gegen den Zapfenstreich

Am 13.10. findet vor dem Bundestag der „Große Zapfenstreich“ der Bundeswehr statt. Der große Zapfenstreich vor dem Bundestag ist symbolträchtig gewählt. Hier wird auf einen öffentlichen Ort vor dem deutschen Parlament zurückgegriffen um zu zeigen, dass die Bundeswehr im Interesse des Landes gehandelt habe und sich das Parlament nun bei den Soldat*innen dafür bedankt. Dass der Kriegseinsatz von einer großen Mehrheit von über 70 Prozent aller hier lebenden Menschen abgelehnt wurde, ist eine Wahrheit, die gerne heruntergespielt wird. Wir werden diesen offenen Widerspruch am 13. Oktober auf die Straße tragen und deutlich machen das es für den Kriegseinsatz nichts zu danken gibt. Ereignisse wie der große Zapfenstreich am 13.10. sollen das Militär in Deutschland zunehmend normalisieren. Wir werden uns am 13. Oktober die Straße nehmen gegen die Bundeswehr, gegen alle Kriegstreiber und Profiteure dessen. Die BRD schickt Menschen in den Krieg, nur um Profite zu sichern. Wir wollen keine Bundeswehr und keine öffentliche zur Schaustellung des deutschen Militarismus.

Antimilitaristische Demo
13.10.2021 * 18 Uhr * U Hallesches Tor * Infos

23.9.: Bundeswehr abschaffen – weg mit Crossmedia!

Kommt am 23.9. um 18 Uhr zur Demo gegen die Werbeagentur Crossmedia in Berlin-Kreuzberg (Kohlfurterstr. 41-43). Crossmedia produziert die ekelhaften Werbe-Kampagnen für die Bundeswehr. Kein Werben fürs Töten und Sterben!

Demo gegen die Werbeagentur Crossmedia * 23.09.2021 * 18 Uhr * Kohlfurterstr. 41-43

» Aufruf

Die Idylle trügt – den Kriegsprofiteur Heckler & Koch blockieren

Wenn wir an den Schwarzwald denken, denken wir an einen Ort der Entspannung, in der mensch die Nähe zur Natur erleben, die Ruhe auf sich wirken lassen kann. Ein Ort, der von Kuckucksuhren und vom friedlichem Leben im Dorf geprägt ist. Doch die Idylle trügt: Inmitten dieser schwäbisch-badischen Idylle werden bei Heckler & Koch und Rheinmetall in Oberndorf Waffen produziert, die in der ganzen Welt morden. Der wichtigen Losung „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ hat die deutsche Kriegsindustrie schon lange den Kampf angesagt. Deutsche Firmen sind sowohl Ausrüster als auch Profiteure weltweiter Kriege.

Kommt zur Blockade am 08.10.2021 nach Oberndorf!

» Kompletter Aufruf
» Infos zum Aktionstag

Offenes Treffen am 25. August 2021: Situation in Afghanistan

Nach 20 Jahren zieht sich die Nato aus Afghanistan zurück. Auch die Bundeswehr beendet ihren Kriegseinsatz. Die Beendigung des Einsatzes will das Kriegsministerium mit einen Großen Zapfenstreich am Reichstag feiern. Ursprünglich war dieser für den 31. August geplant. Anlässlich der eskalierenden Situation in Afghanistan und der erneuten Machtübernahme der Taliban wird dieser aber verschoben werden.

Bei unserem offenen Treffen wollen wir zurückblicken auf den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan, dessen trauriger Höhepunkt die Bombardierung von Tanklastzügen bei Kunduz war, bei dem unter Verantwortung des damaligen Oberst Klein 142 Menschen getötet wurden.

Außerdem wollen wir darüber diskutieren, wie wir angesichts der Lage in Afghanistan aktiv werden können, über den geplanten Protest dagegen informieren und uns auf den aufgeschobenen Großen Zapfenstreich vorbereiten.

Wir treffen uns vor dem NewYorck/Bethanien. Bringt Masken mit und achtet darauf, Abstände einzuhalten. Bei schlechtem Wetter gibt es auch die Möglichkeit, trocken zu bleiben


Offenes Treffen | Mittwoch | 25. August 2021 | 19 Uhr | Vor dem NewYorck (Bethanien) | Mariannenplatz 2a | Kreuzberg

Für einen Tag ohne Bundeswehr – auch im Impfzentrum!

Quelle Kontrapolis: Wir haben heute in der Umgebung des Erika-Heß-Stadions Wandzeitungen gegen die Beteiligung der Bundeswehr an der Bekämpfung der Corona-Pandemie geklebt. In diesem Stadion befindet sich eins der größten Impfzentren Berlins. Mitte Juni findet jährlich der Tag der Bundeswehr statt, wo Militärgerät zur Schau gestellt wird. Dieses Jahr entfallen diese Militärvorführungen, trotzdem versucht die Bundeswehr seit dem letzten Jahr ihren Ruf über die Beteiligung an der Bekämpfung der Pandemie aufzuhübschen und sich zu legitimieren.

Wir wenden uns diese Normalisierung von Militärpräsenz in der Gesellschaft. Katastrophenschutz gehört in zivile Hände! Und die Bundeswehr gehört auf den Müllhaufen der Geschichte!

» PDF und Text der Wandzeitung
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Offenes Treffen am 23. Juni 2021: Komm und sieh

Am 22. Juni 1941 – vor 80 Jahren – überfiel Nazi-Deutschland mit 3,6 Millionen Soldaten, 600.000 motorisierten Fahrzeugen, 7000 Geschützen und 2700 Flugzeugen die Sowjetunion. Am Ende des Krieges waren fast 27 Millionen Sowjetbürger tot. 11,4 Millionen davon waren Rotarmisten und 15,2 Millionen zivile Opfer. Darunter befanden sich 2,4 Millionen sowjetische Juden und 1 Million Menschen aus dem belagerten Leningrad. Wenigstens 500.000 Personen wurden als „Partisanen“ ermordet. Ungeheuerlich waren auch die materiellen Schäden: 1700 Städte und zehntausende Dörfer waren vollkommen zerstört. Daher waren 25 Millionen Menschen 1945 obdachlos und 1946 sollten noch zehntausende Sowjetbürger verhungern. In Erinnerung an diesen Überfall und seine Folgen zeigen wir bei unserem nächsten offenen Treffen den Film „Komm und sieh“ von Elem Klimov. Der Film zeigt am Beispiel des jungen Fljora eindrücklich die Verheerungen des Krieges in Weißrussland. Hinweisen möchten wir auch auf die Internetseite kontakte-kontakty.de/briefe-von-ns-opfern mit Erinnerungen ehemaliger Sowjetbürger. Nicht vergessen werden sollte, dass tausende Wehrmachtoffiziere, die für diese Verbrechen verantwortlich waren das personelle Rückgrat der 1955 gegründeten Bundeswehr bildeten.

Wir treffen uns vor dem NewYorck/Bethanien. Bringt Masken mit und achtet darauf, Abstände einzuhalten. Bei schlechtem Wetter gibt es auch die Möglichkeit, trocken zu bleiben


Offenes Treffen | Mittwoch | 23. Juni 2021 | 20 Uhr | Vor dem NewYorck (Bethanien) | Mariannenplatz 2a | Kreuzberg

Bericht und Fotos von Kundgebung gegen Rheinmetall in Berlin

Am 11. Mai 2021 fand in Berlin eine Kundgebung von Rheinmetall Entwaffnen Berlin, Corasol und Migrantifa Berlin anlässlich der Online-Hauptversammlung des Rüstungskonzerns Rheinmetall statt. Etwa 40 Menschen versammelten sich um 10 Uhr am Pariser Platz in der Nähe vom Berliner Rheinmetall-Büro, um gegen Rüstung und Waffenexporte zu protestieren. Bereits vor der Kundgebung wurde im Innenhof des Pariser Platz 6a ein Transparent mit der Aufschrift „Rheinmetall Tötet“ angebracht. Der Rüstungskonzern hatte sein Schild vor dem Büro für heute abgeschraubt, es wurde mit Aufklebern und Flyern markiert.
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Kundgebung: Rheinmetall zu Altmetall! – Gegen die Rheinmetall-Hauptversammlung und die deutsche Rüstungsindustrie

Die Am 11. Mai findet die virtuelle Hauptversammlung der Rheinmetall AG statt. 86 Millionen Euro Dividende werden dann an die Anteilseigner:innen des Konzerns ausgeschüttet. Vor dem Berliner Rheinmetall-Büro am Pariser Platz wollen wir zeitgleich dagegen protestieren. Denn Krieg beginnt hier.

Rheinmetall ist der größte deutsche Rüstungskonzern. Auch in der Pandemie laufen die Geschäfte mit dem Tod ganz ausgezeichnet. Die Auftragsbücher quellen über. Im Geschäftsbericht 2020 rühmt sich Rheinmetall mit 5,9 Milliarden Euro Umsatz, Export in 137 Länder und 129 Standorten auf insgesamt fünf Kontinenten. Dieses Jahr wird eine Umsatzsteigerung von knapp zehn Prozent erwartet.

Stoppt den Krieg! Stoppt die Waffenexporte! Nieder mit der Rüstungsproduktion!

Deutschland verfolgt angeblich eine „restriktive Waffenexportpolitik“ und befeuert doch verschiedene Kriege, indem es Staaten beliefert, die unbestreitbar Kriegsparteien sind oder diese mit Waffen ausrüsten. So gehen deutsche Waffen nach Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei. Mit dem Umweg über diese Staaten kommen deutsche Panzer und Bomben auch in den Kriegen in Libyen, Jemen, Syrien und Kurdistan zum Einsatz.

In Libyen sind neben den Bürger:innen – darunter 217.000 Binnenvertriebene – auch rund eine Million Arbeitsmigrant:innen und Geflüchtete von dem Krieg betroffen. Deutschland ist seit 2016 auch maßgeblich an der Aufrüstung der libyschen Küstenwache beteiligt. Sie fängt Boote mit Geflüchteten ab und bringt sie in Gefangenenlager, die von Milizen und Kriegsherren kontrolliert werden. Migrant:innen erleiden dort Misshandlungen, sexualisierte Gewalt und Folter. Sie werden sogar als Versklavte an Höchstbietende verkauft.

Für den sofortigen Produktions- und Exportstopp von Rüstungsgütern!

Kommt mit uns am 11. Mai, 10 Uhr, auf den Pariser Platz in unmittelbarer Nähe des Rheinmetall-Büros – solidarisch mit Maske und Abstand.

Kundgebung | Di. 11. Mai 2021 | 10 Uhr | Pariser Platz | Rheinmetall-Büro Berlin

Corasol Berlin | Migrantifa Berlin | Rheinmetall Entwaffnen Berlin